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Inhaltsverzeichnis

Liebe, Licht und Kraft

Übungen zu "Die Kraft der Gedanken"

Jeder Gedanke stellt Energie dar. Jede Energie will sich verwirklichen. Daraus folgt, dass jeder Gedanke sich in die Tat umsetzen will. Das ist eines der größten Geheimnisse des Universums. Leider wird es viel zu wenig beachtet. 

Natürlich haben wir viele Gedanken am Tag, die wir nicht verwirklichen. Doch beobachten Sie Ihre Gedanken, dann stellen Sie fest, dass Sie einige davon in die weite Zukunft schieben. Mit diesen Gedanken wollen Sie sich heute noch nicht beschäftigen. Andere verschieben Sie auf morgen. Nur ganz wenige lehnen Sie ab. Sehr viele Ihrer täglichen Gedanken aber führen Sie auch tatsächlich aus und damit haben sie sich materialisiert.

Wir wollen uns jetzt längere Zeit mit unseren Gedanken beschäftigen und werden einige Übungen durchführen, die mit den Gedanken zu tun haben.

Übung 1: Beobachten Sie den Lauf Ihrer Gedanken
Legen Sie sich bequem auf ein Sofa oder setzen Sie sich auf einen Stuhl. Stellen sie sich einen Wecker so ein, dass Sie etwa 10 Minuten Zeit haben. Schließen Sie die Augen. Beobachten Sie jetzt den Lauf Ihrer Gedanken. Nehmen Sie jeden Gedanken an und lassen Sie ihn wieder los. Beschäftigen Sie sich nicht mit den auftretenden Gedanken, sondern versuchen Sie, die Gedanken einfach verstreichen zu lassen. 

Anfangs werden Sie feststellen, dass die Gedanken regelrecht auf Sie einstürmen. Viele der Gedanken sind einfach loszulassen. Andere setzen sich regelrecht im Gehirn fest. 

Wenn Sie Probleme haben, einen Gedanken loszulassen, dann geben Sie Ihrem Bewusstsein den Auftrag, Sie nochmals nach der Übung an ihn zu erinnern. Diesen Trick können Sie jederzeit anwenden, wenn Ihnen ein wichtiger Gedanke kommt und Sie keine Möglichkeit haben, diesen zu notieren. 

Diese Übung ist als Einstieg zu sehen, um Ihnen zu zeigen, was alles in Ihrem Gehirn vor sich geht. Führen Sie diese Aufgabe ruhig mehrere Male durch. Man nimmt den Lauf der Gedanken als selbstverständlich hin und beschäftigt sich normalerweise nicht damit.

Bei dieser Übung werden Sie auch feststellen, dass es bedeutend einfacher scheint, einen Gedanken zu verfolgen, als ihn wieder loszulassen. Dies ist aber nicht immer der Fall. Es kann schon sehr mühsam sein, einen Gedanken über längere Zeit zu verfolgen.

Übung 2: Überdenken Sie nur ein Thema
Überlegen Sie ein Thema, über das Sie nachdenken wollen. Es kann ein Thema aus Ihrem täglichen Leben sein oder eines, das Ihnen besonders am Herzen liegt, z.B. der Umgang mit dem anderen Geschlecht. Legen Sie sich bequem auf ein Sofa oder setzen Sie sich auf einen Stuhl. Stellen sie sich einen Wecker so ein, dass Sie 10 Minuten Zeit haben. Schließen Sie die Augen.
Behandeln Sie jetzt nur das vorher gewählte Thema. Lassen Sie sich auf keinen Fall von diesem einen Gedanken abbringen. Spinnen Sie dieses Thema jetzt so aus, wie es Ihnen gefällt. Achten sie darauf, dass Sie keinen anderen Gedanken annehmen.

(Diese Übung sollten Sie mit verschiedenen Aufgaben sooft an verschiedenen Tagen durchführen, bis Sie es jederzeit fertig bringen, nur einen einzigen Gedanken über längere Zeit zu denken und nicht vom Thema abzukommen.) 

Sie werden feststellen, dass Sie keine Probleme haben für einige Zeit ein vorgewähltes Thema festzuhalten. Doch nach einigen Minuten wird diese Aufgabe mühsamer, denn Ihr Unterbewusstsein will Sie von der Übung abhalten.

Ihr Unterbewusstsein hat kein Interesse daran, dass Sie ihm die Kotrolle über das Gehirn wegnehmen wollen. Es will alles so beibehalten, wie es bisher war. Es wird immer wieder versuchen, Sie bei der Übung zu stören. Sie müssen Ihrem Unterbewusstsein durch stetiges Üben zeigen, dass Sie darauf nicht eingehen.

Wie funktioniert Ihr Bewusstsein und Ihr Unterbewusstsein?

Ihr Bewusstsein hat die Kontrolle nach außen. Ihr Unterbewusstsein diejenige nach innen. 

Ihr Bewusstsein kontrolliert die fünf Sinne:
sehen
riechen
hören
schmecken
fühlen.

Damit weiß Ihr Bewusstsein genau, was in der Welt vor sich geht. Es ist über alles informiert, was mit dem Körper passiert und außen in der Welt geschieht. 

Das Bewusstsein kann man als Befehlszentrale betrachten und das Unterbewusstsein als Handlanger, der immer alles ausführt, was von oben kommt.

Ihr Bewusstsein gibt also die Befehle und das Unterbewusstsein führt sie aus. 

Wenn Sie spazieren gehen und ein Hindernis liegt im Weg, dann gibt das Bewusstsein den Befehl, das Hindernis z.B. links herum zu umgehen. Das Unterbewusstsein führt den Befehl aus und lenkt die Beine und Füße derart, dass der Körper das Hindernis überwindet. 

Das Unterbewusstsein kann nur handeln. Es hat keine Möglichkeit zu überprüfen, ob das Bewusstsein ihm einen richtigen oder falschen Befehl übermittelt. 

Das Bewusstsein ist dafür da, Sie in der Welt zu lenken, das Unterbewusstsein lenkt Ihren Körper. Es steuert alle Tätigkeiten im Körper. Egal, ob es sich um die Verdauung handelt, um das Atmen, die Herztätigkeit, den Blutkreislauf oder Ihr Gehirn.

An dieser Aufzählung können Sie erkennen, dass das Unterbewusstsein immer sehr viele Sachen gleichzeitig ausführen muss. Sie sitzen z.B. in Ihrem Auto und Ihr Kreislauf sowie Ihre Atmung funktioniert und das Herz schlägt normal. Gleichzeitig wird die letzte Mahlzeit verdaut. Ihre Hände sind am Lenkrad und werden vom Unterbewusstsein nach den Vorgaben des Bewusstseins gesteuert. Ihr rechter Fuß ist auf dem Gaspedal.

Will man einen Körper steuern, so müssen alle Tätigkeiten, die dafür notwendig sind, gleichzeitig durchgeführt werden. Das Abfragen der Sinne funktioniert auch gleichzeitig. Sitzt man beim Essen, dann sehen die Augen die Mahlzeit, der Mund schmeckt einen Bissen, die Nase riecht den Duft und die Hände führen das Essbesteck. Gleichzeitig hören Sie die Gespräche am Tisch. 

Anders sieht es aber für das Bewusstsein aus. Es will Sie in der Welt lenken. Dort wird aber nur eine Tätigkeit nach der anderen durchgeführt. Überlegen Sie mal, welche Probleme das Bewusstsein hat, wenn zwei fremde Tätigkeiten miteinander verknüpft werden sollen. Erinnern Sie sich noch an die Fahrschule? Anfangs hatten Sie große Probleme die Kupplung zu betätigen und zu schalten. Eine Aufgabe musste nach der anderen durchgeführt werden und alles gleichzeitig mit Lenken und Aufpassen im Verkehr. Erst wenn alles unbewusst und automatisch passiert, dann sind die Probleme beseitigt. 

Das Bewusstsein kann immer nur eine Sache nach der anderen ausführen und das unterscheidet es vom Unterbewusstsein, das viele Handlungen gleichzeitig ausführen kann. 

Man könnte auch das Unterbewusstsein als den Feind des Menschen ansehen, denn es will oft nicht mit ihm kooperieren. Das Bewusstsein dagegen ist der Freund des Menschen, den es macht alles, um dem Menschen zu dienen und zu helfen.

Wenn zwei Kräfte vorhanden sind, wie das Bewusstsein und das Unterbewusstsein, dann wird immer die eine Kraft gegen die andere kämpfen. Das funktioniert wie zwei verschiedene Magnete. Das Bewusstsein will eine schöne Figur. Das Unterbewusstsein hält sich Fettreserven wegen schlechter Zeiten. Das Bewusstsein will 'positives Denken'. Das Unterbewusstsein stört durch Ängste und Sorgen.

Wollen wir jetzt in dieses System eingreifen, um unsere Gedanken besser zu kontrollieren, so stellen wir uns gegen das Unterbewusstsein. Denn es hat kein Interesse, sich diese Aufgaben abnehmen zu lassen. Wir kennen jetzt aber den Trick, wie wir am Unterbewusstsein vorbei kommen. Da das Bewusstsein immer nur eine Sache nach der anderen durchführen kann, können wir jetzt einfach hingehen und die Gedanken austauschen. Das Bewusstsein übermittelt den Gedanken an das Unterbewusstsein und dieses handelt danach. 

Die Gedanken kommen zwar vom Unterbewusstsein und werden von ihm wieder gespeichert. In unserem Bewusstsein aber wirken sie. Wenn wir die Wirkung aufheben wollen, dann müssen wir das Bewusstsein ändern. 

Das Problem des Menschen ist, dass er Sorgen und Ängste hat. Diese Sorgen und Ängste sind Gedanken und diese wollen sich durchsetzen. Unsere Umgebung sieht langfristig so aus, wie unsere Gedanken sind. Haben wir dauernd Sorgen, dass das Geld nicht reicht, dann haben wir kein Geld. Haben wir Angst, dass wir eine Rate für die Autofinanzierung nicht bezahlen können, dann werden Sie damit zeitlebens Probleme haben und irgendwann auch nicht bezahlen können. Ihre Gedanken wollen sich materialisieren, also verwirklichen. Es muss also unser Ziel sein, alle Gedanken, die Ängste und Sorgen beinhalten, wegzulassen.

Dies bringt uns zwar kurzfristig kein Geld. Doch wir können uns Ziele für die Zukunft setzen und diese auch verwirklichen, denn wir machen uns ja keine Sorgen mehr, dass wir sie nicht erreichen. 

Unser erstes Ziel muss also heißen: Gedanken mit Sorgen und Ängste weglassen

Dies schreibt sich sehr leicht. Es ist aber nicht so leicht durchzuführen. Die folgenden Übungen helfen Ihnen aber, diesem Ziel schnell näher zu kommen. Die meisten dieser Übungen sollten Sie solange konsequent durchführen, bis Sie sie vollkommen beherrschen. Sie müssen Ihnen völlig in Fleisch und Blut übergehen. Erst wenn Sie diese unbewusst durchführen, dann sind Sie soweit, dass Sie die Übungen weglassen können. 

Wenn Sie die Übungen beginnen, werden Sie sehr bald feststellen, dass Sie nur noch selten Sorgen haben. In der Folgezeit merken Sie auch, dass sich Ihre Umstände verbessern. 

Unser zweites und langfristiges Ziel bei diesen Übungen lautet: Gedankenleere. 

Wenn Sie mit der Gedankenleere beginnen, werden Sie feststellen, dass wir im täglichen Leben nur selten denken müssen. Das meiste machen wir sowieso automatisch und brauchen nicht darüber nachzudenken. 

Anfangs hat man vor der Gedankenleere Angst, weil man meint, dass man dann im wichtigen Moment nichts denkt. Doch diese Angst ist unbegründet. Denn in diesem Augenblick ist das Gehirn frei von fremden Gedanken und kann sich direkt um das wichtige Geschehen kümmern.

Mittels der Gedankenleere können wir alles erreichen, was wir wollen. Sie hilft Ihnen immer im 'Hier und Jetzt' zu verweilen. Wir programmieren irgendwann unser Gehirn mit unseren Zielen und verschwenden keinen Gedanken mehr daran, dass wir diese nicht erreichen. Es können sich nur noch die Gedanken materialisieren, die wir auch durchsetzen wollen.

Die Gedankenleere sollte unser Langzeitziel sein, das wir auch erreichen wollen. Nennen Sie sich ein Datum, wann sie es erreichen wollen. Denn es nützt nichts, sich etwas vorzunehmen, was Sie in Zukunft geschafft haben wollen. Denn dieser Zeitpunkt liegt in hundert Jahren noch in der Zukunft und kann Ihnen nichts mehr nützen. Ein realistischer Zeitraum für diese Übungen ist zwei bis fünf Jahre. Setzen sie sich jetzt sofort ein Datum und schreiben Sie es zu Ihren Zielen:

Am   .  .      beherrsche ich die Gedankenleere!

Kommen wir zu den Übungen, um die Sorgen und Ängste loszulassen. Wir wissen jetzt, wie das Bewusstsein funktioniert und wie wir das Unterbewusstsein mittels dem Bewusstsein umgehen können. Da das Bewusstsein immer nur einen Gedanken nach dem anderen formulieren kann, ersetzen wir einen Gedanken durch einen anderen.

Übung 3: Einen Gedanken ersetzen
Wenn Sie Sorgen und Ängste haben, ersetzen Sie diese Gedanken durch folgenden:
Ich liebe mich
Ich liebe mich
Ich liebe mich 
Ich liebe mich
Ich liebe mich

Diese neuen Gedanken wirken jetzt anstatt Ihrer Sorgen und Ängste. Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Sie setzen sich selbst noch Ihrer Eigenliebe aus und stärken Ihr Selbstbewusstsein. 

Für Ihr Unterbewusstsein ist es gleichgültig, ob die Liebe von Ihnen selbst oder von anderen Personen kommt. Das Unterbewusstsein kennt nur eine einzige Person, an der er die Liebe anwenden kann. Dies sind Sie. 

Zudem haben die Worte "Ich liebe mich" auch noch einen psychologischen Hintergrund. Haben Sie Sorgen und Ängste, dann fühlen Sie sich auf sich allein gestellt. Niemand will Ihnen helfen. Sie sind allein gelassen und reagieren empfindlich gegenüber der Welt. Diese Worte suggerieren Ihnen aber Hilfe durch Sie selbst. Sie sind fest entschlossen, sich selbst aus dieser Lage zu befreien und brauchen deshalb keine fremde Hilfe. Sie sind in der Lage sich selbst zu helfen. Ihr Selbstbewusstsein wird dadurch sehr gestärkt und bringt Sie soweit, Ihre Sorgen und Ängste zu vergessen. 

Wie schon gesagt, wollen wir jetzt das Unterbewusstsein umgehen. Es sucht immer nach einer Möglichkeit wieder die Kontrolle über das Gehirn zu erhalten. Früher oder später wird es ihm gelingen. Doch wir sind gewitzt und nutzen immer wieder andere Techniken, auf die das Unterbewusstsein nicht gefasst ist.  

Unser Bewusstsein und unser Unterbewusstsein arbeiten zusammen, ohne dass jemand sich darum kümmert. Oder haben Sie schon einmal probiert, Ihrem Unterbewusstsein einen Befehl zu erteilen? Haben Sie schon oder haben Sie nicht? Wahrscheinlich nicht.

Unser Hauptproblem dabei ist: "Wie spreche ich mein Unterbewusstsein an?"

Darauf kann ich Sie nur fragen: "Wie sprechen Sie Ihren Freund oder Ihre Freundin an?"

Übung 4: Geben sie Ihrem Unterbewusstsein einen Namen. 
Sie sollten ihm keinen schlechten Namen geben, weil es sich manchmal gegen Sie verhält. Geben sie ihm einen guten Namen. 
Jetzt können Sie das Unterbewusstsein ansprechen. 

Das Unterbewusstsein sollten Sie nur in der Befehlsform oder in der Gegenwartsform ansprechen. Benutzen Sie dabei niemals das Wort "nicht".

Jetzt können Sie ihm den Befehl geben, dass es Ruhe geben soll. Sie werden sofort feststellen, dass es Ihren Befehlen gehorcht. Es funktioniert zwar nicht auf Dauer. Doch zwischendurch können Sie damit viel erreichen. 

Sie sind jetzt schon einen Schritt weiter. Die bisherigen Übungen waren einfacher Natur. Sie können sie immer und überall nutzen. Die folgenden Übungen sind anspruchsvoller. Sie sollen Ihnen helfen, aus der Gedankenwelt in die Gedankenleere zu kommen. Sie sollen diese zwar später auch in Ihren Tagesablauf einbauen. Vorläufig üben Sie diese aber besser, wenn sie allein sind. Bevor wir zu den eigentlichen Aufgaben kommen, wollen wir noch zwei Vorübungen machen.

Für die folgenden Übungen ist es hilfreich, wenn Sie eine Perlenkette oder einen Rosenkranz zur Hand nehmen. Sie können auch eine Schnur nehmen und diese mit etwa 40 bis 50 Knoten versehen. 

Wenn Sie bei einer Übung zählen sollen, dann ist es einfacher, wenn Sie Ihre Kette zur Hand nehmen und eine Perle (bzw. Knoten) nach der (dem) anderen beiseite schieben. Am Schluss der Übung zählen Sie die Perlen bzw. Knoten und wissen die Zahl. Bei den folgenden Übungen geht es darum, einen Eindruck zu erhalten, wie viele Gedanken Sie haben bzw. wie viele Fehler Sie während einer Übung gemacht haben.

Sie sollten sich diese Werte in einem Tagebuch aufschreiben. So erkennen Sie mit der Zeit Ihren Lernfortschritt. Nehmen Sie sich eine Zeit vor, wann Sie täglich die Übungen durchführen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Haben Sie sich an eine Zeit gewöhnt, so werden Sie sich täglich daran erinnern.

Übung 5: Zählen von Gedanken
Legen Sie sich bequem auf ein Sofa oder setzen Sie sich auf einen Stuhl. Stellen sie sich einen Wecker so ein, dass Sie 10 Minuten Zeit haben. Schließen Sie die Augen. Beobachten Sie jetzt alle Gedanken und versuchen, wieder von den Gedanken abzulassen. Zählen Sie die unterschiedlichen Gedanken. Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Dies ist eine Vorübung für eine weitere wichtige Gedankenaufgabe. Das Zählen der Gedanken sollten Sie mit der Knotenschnur oder Perlenkette durchführen. Bei dieser Aufgabe kommen Sie zwar auch ohne Hilfsmittel aus. Doch für die nächste wird es schon schwieriger.

Übung 6: Merken Sie sich den Inhalt der Gedanken
Legen Sie sich bequem auf ein Sofa oder setzen Sie sich auf einen Stuhl. Stellen sie sich einen Wecker so ein, dass Sie 10 Minuten Zeit haben. Schließen Sie die Augen. Beobachten Sie jetzt alle Gedanken. Zählen Sie die Gedanken. Merken Sie sich den Inhalt der Gedanken und notieren Sie diese nach den 10 Minuten aus dem Gedächtnis in Ihr Tagebuch. Beobachten Sie, dass immer zwischen zwei Gedanken eine Lücke existiert. Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Diese Übung hilft Ihnen die Gedankenflut stark zu reduzieren. Anfangs werden noch sehr viele Gedanken in Ihrem Gehirn sein. Nach häufigerem Üben werden Sie feststellen, dass sich immer weniger Gedanken einstellen bis es sich auf einem etwa gleichen Niveau einpendelt.

Diese eben genannte Übung sollten Sie nur im stillen Kämmerlein ausführen. Die jetzt folgenden Aufgaben sollen Sie langfristig in Ihr Tagesbewusstsein übernehmen. Es empfiehlt sich jedoch sie zuerst für sich alleine durchzuführen. 

Es gibt eine gute Möglichkeit diese Aufgaben zu üben, wenn man unterwegs ist, z.B. mit dem Auto oder anfangs besser zu Fuß. Sind Sie bei einem Spaziergang, dann ist Ihr Bewusstsein und Ihr Unterbewusstsein beschäftigt. Das Bewusstsein kontrolliert die Sinne. Sind Hindernisse oder Änderungen nötig, weist das Bewusstsein das Unterbewusstsein an. Das Unterbewusstsein steuert die Muskeln und führt Sie so den Weg entlang. Jetzt haben Sie Ruhe vor dem Unterbewusstsein und können alle diese Übungen durchführen, ohne gestört zu werden. 

Für die folgenden Aufgaben sollten Sie sich nochmals das Beispiel mit den Paketen überlegen. Ihre Gedanken kommen von irgendwo her und gehen irgendwo hin. Sie sind vergleichbar mit Paketen auf einem Laufband. Sie kommen von irgendwo her und führen irgendwo hin. Es sind kleine und große, schwere und leichte Pakete dabei. 

Ihre Gedanken sind vergleichbar mit diesen Paketen. Manch ein Paket macht Ihnen sehr zu schaffen, weil es groß und schwer ist. Es ist Ihre Leidenschaft und Sie müssen sich manchmal schon ganz schön abmühen, um damit zurecht zu kommen. Andere Pakete sind klein und leicht. Es handelt sich dabei um Ihre Tagesprobleme. 

Zwischen den Paketen ist immer viel Platz. Man kann schon eine deutliche Lücke zwischen zwei Paketen feststellen. Das Band läuft in einer vorher eingestellten Geschwindigkeit. Es ist allerdings leicht möglich es auch schneller laufen zu lassen.

Übung 7: Schieben Sie einen Gedanken einfach weg.  
Durchführen können Sie diese Aufgabe auf zwei verschiedene Arten. Die erste Möglichkeit ist, den Gedanken beiseite zu schieben. Die andere Möglichkeit ist, Sie stellen sich das Beispiel mit den Paketen vor und lassen das Laufband schneller laufen oder aber Sie schieben das Paket zu Seite, so dass die Lücke zwischen den Paketen kleiner wird. 
Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Bei der Durchführung dieser Übung können Sie sich vorstellen, dass der Gedanke ein Paket ist. Das funktioniert. Dann ist es ganz einfach, das Paket beiseite zu schieben. Dann ist der Gedanke weg. Sie können auch das Band so schnell laufen lassen, dass Ihr Paket direkt verschwunden ist. Damit können Sie auch zurecht kommen. Sie können sich den Gedanken selbst auch als etwas Gegenständliches vorstellen, das Sie wegschieben. Das funktioniert auch. 

Bei dieser Aufgabe suchen Sie eine Lösungsmöglichkeit für sich aus. Wenn Sie mit den Paketen gut zurecht kommen, dann bleiben Sie dabei. Dann visualisieren Sie jeden Gedanken als Paket und schieben es beiseite. Oder Sie stellen sich vor, dass das Laufband schneller läuft. Wenn Sie mit den Paketen nicht zurecht kommen, dann visualisieren Sie die Gedanken als Gegenstand und schieben ihn einfach weg. 

Gleichgültig ob Ihnen die Methode sehr liegt oder weniger. Sie sollten sie auf alle Fälle üben. Sie müssen Ihrem Unterbewusstsein immer wieder Alternativen anbieten, damit es sich nicht auf eine Methode einstellen kann. 

Wenn Ihr Unterbewusstsein merkt, dass es nicht gegen Sie ankommt, wird es feinere Methoden benutzen, um Sie zu stören. Dann schleichen sich z.B. Gedanken regelrecht so leise und fein in Ihr Gehirn ein, so dass Sie diese anfangs gar nicht bemerken. Oder es nutzt Ablenkungsmanöver, um doch Gedanken in Ihr Gehirn zu leiten. Dies sind aber die Probleme, mit denen Sie früher oder später sowieso zurecht kommen müssen. Dann sind Sie bei der Feinarbeit, an der kein Mensch vorbei kommt.

Übung 8: Nutzen Sie die Lücke zwischen zwei Gedanken.  
In Übung 6 haben Sie festgestellt, dass immer zwischen zwei Gedanken eine Lücke existiert. Jetzt können sie von Ihrem Gedanken auf die Lücke zwischen den Gedanken gehen. Dann ist der Gedanke vorbei. Dies funktioniert einerseits mit dem Gedanken als Gegenstand oder mit dem Gedanken als Paket. 

Diese Übung können Sie so durchführen, dass Sie die Lücke nach dem Gedanken nutzen oder die Lücke vor dem Gedanken. Die einfachste Lösung ist die Lücke nach dem Gedanken. Die wirkungsvollste ist die Lücke vor dem Gedanken. Denn Sie wissen jetzt, was der Gedanke beinhaltet. Wenn Sie die Lücke vor dem Gedanken sperren, dann stoppen Sie langsam das Band der Gedanken. Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Diese Übung ist sehr effektiv und einfach durchzuführen. Damit sind Sie in der Lage sehr viele Gedanken zu übergehen. Das Ziel der Gedankenleere kommt immer näher. 

Bei den bisherigen Übungen haben wir manchmal damit Probleme gehabt, dass wir einen Gedanken als Gegenstand ansehen mussten und ihn wie einen Gegenstand behandeln sollten. Ein Gedanke ist die kleinste Form von Energie, mit welcher der Mensch zu tun hat. Als Energie ist er gegenständlich. Dieser Gedanke ist vergleichbar mit einem Virus. Er ist in unserem Körper und hat unser Gehirn infiziert. Jetzt wollen wir ihn loswerden. Dazu brauchen wir aber wieder weitere Energie, denn wir schieben den Gedanken beiseite oder produzieren einen anderen Gedanken "Ich liebe mich" oder wir sprechen das Bewusstsein mit einem Gedanken an oder suchen die Lücke zwischen zwei Gedanken. Alle diese Lösungen lassen sich nur verwirklichen, wenn wir weitere Energie aufwenden. 

Das Energiesparmodell finden Sie in dieser Aufgabe.

Übung 9: Einen Gedanken nicht annehmen.  
Ein Gedanke bildet sich in unserem Gehirn. Sie wissen jetzt, um was es sich handelt. Hängen Sie jetzt wie gewohnt dem Gedanken nach, dann haben Sie ihn angenommen. Lassen Sie ihn einfach vorüber ziehen, dann verlässt er Ihr Gehirn und ist verschwunden. Er wird Sie vorläufig nicht mehr belästigen.
Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Dieses ist die eleganteste Lösung für unser Problem. Ich will aber nicht verschweigen, dass sie nicht immer unproblematisch ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Zu oft hängen wir irgendwelchen Gedanken nach und nehmen sie an. Man muss sich sehr darauf schulen, die Gedanken einfach vorüber gehen zu lassen und sich nicht mehr damit beschäftigen. 

Wenn Sie mit dieser Methode arbeiten, dann werden Sie die Methoden der Übungen 7 und 8 nur noch dazu nutzen, doch angenommene Gedanken wieder loszuwerden. 

Alles ist eine Sache der Übung. Diese Methode ist für manche deshalb problematisch, weil sie völlig verwandt mit unserem normalen Leben ist. Wenn wir den Inhalt eines Gedanken erkannt haben, dann beschäftigen wir uns noch eine Weile damit und nehmen den Gedanken an. Wir sind es einfach nicht gewöhnt, einen Gedanken vorüber ziehen zu lassen. Mittels dieser Übung haben wir aber die Gelegenheit, die Macht der Gewohnheit zu überwinden und langfristig in die Gedankenleere zu kommen.

Um dieses langfristige Ziel zu erreichen hilft uns jetzt noch die nächste Übung.

Übung 10: Gedankenzucht
Lernen Sie, nur noch die Gedanken anzunehmen, die gerade zu Ihrer momentanen Beschäftigung passen. Sind Sie in der Freizeit, so denken Sie nur Sachen für die Freizeit und wehren jeden Gedanken ab, der den Beruf angeht. Genau so verfahren Sie in Ihrem Beruf oder in der Schule.

Sie können die Bedingungen natürlich beliebig erweitern und mehrere Teilbereiche definieren, z.B. Familie, Beruf, Schule, Freizeit, Lehrzeit. Achten Sie darauf, dass Sie in Ihren definierten Bereichen nur an die Sachen denken, die für diesen Bereich wichtig sind. Alle Gedanken, die andere Bereiche angehen, wehren Sie ab. 

Sie lernen und üben jetzt tagtäglich Gedanken von sich zu weisen, die nicht zu dem Bereich passen, in dem Sie sich gerade befinden. Einige Gedanken nehmen Sie an. Von vielen Gedanken trennen Sie sich wieder.

Diese Übung schult auch Ihr Gehirn, denn es muss Ihnen die Gedanken, die Sie in dem einen Bereich ablehnen, dann wieder anbieten, wenn Sie sich im anderen Bereich befinden.

Wenn Sie mit den bisherigen Methoden recht gut zurecht kommen, dann üben Sie die folgende Aufgabe.

Übung 11: Gedankenleere mit geschlossenen Augen
Legen Sie sich bequem auf ein Sofa oder setzen Sie sich auf einen Stuhl. Stellen sie sich einen Wecker so ein, dass Sie 10 Minuten Zeit haben. Schließen Sie die Augen. Üben sie die ganze Zeit Gedankenleere, indem Sie die Methoden anwenden, die Sie bisher gelernt haben. Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Diese Übung können Sie zwar immer durchführen, wenn Sie unterwegs sind. Sie sollten sie jedoch übungshalber ein- bis zweimal täglich alleine in stiller Meditation durchführen. Nur ein stetiges und tägliches Üben bringt Sie an das Ziel der Gedankenleere.

Übung 12: Gedankenleere unterwegs
Machen Sie einen Spaziergang. Üben Sie dabei die Gedankenleere.
Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Sie werden feststellen, dass Sie unterwegs weniger Probleme mit der Gedankenleere haben. Sie wissen schon warum. Das Unterbewusstsein ist beschäftigt und kann nicht dauernd Gegenmaßnahmen einleiten. Sie werden zwar auch dabei immer wieder feststellen, dass Sie die Gedankenleere verlassen. Der Grund liegt einfach in der Gewohnheit, aufkommenden Gedanken nachzuhängen.

Auch diese Aufgabe sollten Sie intensiv üben und solange durchführen, bis sie Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist. 

Mit der Zeit sollten Sie dazu übergehen, die Gedankenleere nicht mehr als eine Aufgabe bzw. Übung anzusehen, die Sie ein- oder zweimal täglich durchführen. Sie sollten sie in Ihr tägliches Leben einbauen und somit als etwas ansehen, das Sie dauernd üben und trainieren.

Führen sie die folgenden beiden Aufgaben erst dann durch, wenn Sie die Gedankenleere öfters fehlerfrei beherrschen. 

Übung 13: Gedankenleere im Tagesablauf 
Üben Sie die Gedankenleere an einem oder mehreren Tagesabschnitten, wenn Sie sich nicht allzusehr konzentrieren müssen, z.B. beim Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, auf dem Nachhauseweg, in der Freizeit.
Nutzen Sie die Perlenkette oder Knotenschnur zur Kontrolle der Fehler. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr Tagebuch ein.

Sie sollten dazu übergehen, die Gedankenleere in Ihr Tagesablauf völlig einzuplanen. Üben Sie zuerst die Gedankenleere in Zeiten, wenn Sie sich nicht zu sehr konzentrieren müssen. 

Sie werden sehr bald feststellen, dass man die Gedankenleere fast den ganzen Tag über aufrecht erhalten kann. Es gibt immer nur wenige Momente, in denen man die Gedankenleere verlassen muss. Diese Übung hilft Ihnen, die Gedankenleere als selbstverständlich anzusehen, die man öfter verlässt und in die man immer wieder schnell hineinkommt.

Das Hauptproblem bei dieser Übung ist, sich wieder daran zu erinnern, aus den Gedanken in die Gedankenleere zu gehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wir sind es nun einmal gewöhnt, möglichst jedem Gedanken nachzuhängen. Jetzt müssen wir uns umgewöhnen. Unser Ziel muss es sein, sehr lange Zeiten täglich in der Gedankenleere zu verweilen und nur dann in Gedanken zu verharren, wenn dies unbedingt notwendig ist.

Übung 14: hauptsächliche Gedankenleere
Gewöhnen Sie sich an, so lange Sie wach sind hauptsächlich in der Gedankenleere zu verweilen. Gehen Sie nur aus der Gedankenleere, wenn dies notwendig ist und verlassen die Zeit in den Gedanken sofort wieder.

Wenn Sie die hauptsächliche Gedankenleere üben, kommen Sie meist selbstständig auf eine weitere Übung, mit welcher die Gedankenleere noch effektiver auszuführen ist. Dabei werden die Gedanken so vollständig abgeblockt, dass Sie die kommenden Gedanken noch nicht mal vom Inhalt kennen lernen. 

Übung 15: Abblocken der Gedanken
Blocken Sie alle Gedanken ab und erzeugen Sie damit die völlige Gedankenleere. Übernehmen Sie die völlige Gedankenleere in Ihren Tagesablauf.

Diese völlige Gedankenleere kennen Sie alle. Sie üben diese tagtäglich, ohne darauf aufmerksam zu werden. Es ist der Zustand kurz bevor Sie schlafen. 

Aus diesem Grund sollten Sie bei den Übungen anfangs etwas vorsichtig damit sein, wenn Sie müde sind. Konzentrieren Sie sich dann etwas mehr auf Ihre Umgebung, z.B. bei Ihrem Spaziergang. 

Warum die Gedankenleere?

Stellen Sie sich folgendes vor. Sie lesen morgens Ihre Ziele und visualisieren, dass Sie diese bereits verwirklicht haben. Ihr Körper und Ihr Gehirn ist jetzt auf Erfolg programmiert. Wenn Sie jetzt tagsüber nur noch an das wichtige für Beruf und Freizeit denken und zwischendurch Gedankenleere üben, dann wird Ihre Programmierung niemals gelöscht und wirkt weiter in Ihnen. Ihre Ziele werden Sie dann vor dem festgesetzten Datum erreichen. Nichts steht Ihnen mehr im Wege.

Übung 16: Annehmen der Gedankenleere
Die Gedankenleere fühlt sich anfangs so an, als ob sich ein riesiges Loch im Gehirn befindet. Manche meinen, sie stehen oben auf dem Berg und vor sich befindet sich ein gigantischer Abgrund. Sie haben Angst, diesen Abgrund zu nutzen. Nehmen Sie die Gedankenleere an. Dann können Sie die Gedankenleere schnell in Ihr tägliches Leben integrieren. 

Die Gedankenleere ist kein Abgrund, sondern das Universum in Ihnen. Sobald Sie sich mit der Gedankenleere anfreunden, stellen Sie fest, dass Sie jetzt eins mit dem Universum sind. Einerseits sind Sie Teil des Universums und andererseits beherrschen Sie das Universum. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. 

Um dieses Gefühl zu erleben, müssen Sie die Gedankenleere annehmen und zu dem machen, was es eigentlich sein müsste. Machen Sie die Gedankenleere zu dem Normalzustand in Ihrem Gehirn.

Dieser Zustand des dauernden Denkens ist nicht der Normalzustand des Gehirns. Es ist lediglich der Zustand, den Sie nicht anders gewohnt sind. Niemand hat Sie bisher geschult und darauf aufmerksam gemacht, dass Sie einen Fehler begehen mit den vielen Gedanken, die Sie dauernd denken. Gehen sie in die Gedankenleere.

Wie sind eigentlich die Religionsgründer, wie Jesus Christus, Mohammed und Buddha, in die Gedankenleere gekommen? Von diesen Männern wird ja auch behauptet, dass sie völlig in der Gedankenleere gelebt hätten und daraus ihre ganze Kraft geschöpft hätten. Sie haben der Umwelt gezeigt, dass man damit alles erreichen kann, was man machen will. 

Man spricht davon Jesus hätte sich im sogenannten Christusbewusstsein befunden und Buddha entsprechend im Buddhabewusstsein. Von diesen Bewusstseinszuständen wird behauptet, dass man sich verbunden fühlt mit der gesamten Menschheit und mit der Tier- und Pflanzenwelt und mit allem, was existiert. 

Glauben Sie, dass auch sie dieses Bewusstsein erreichen können? Meines Erachtens haben uns diese Religionsgründer extra auf diesen Zustand aufmerksam gemacht, weil er so wichtig ist für alle Menschen. Sie glaubten, dass jeder Mensch ihn erreichen kann.

Die wichtigsten Vorübungen habe ich Ihnen jetzt bereits gezeigt. Wenn Sie dabei sind, die Gedankenleere zu üben, dann werden Sie früher oder später auch in das universelle Bewusstsein gelangen, eben jenem Zustand, in dem Sie sich verbunden fühlen mit dem gesamten Universum. 

Wenn Sie diese Übung machen, dann sollten Sie sich nicht so sehr darauf verlassen, dass Sie den Zustand daran erkennen, dass Sie die Verbundenheit mit den Menschen, der Flora und Fauna erkennen. Dieses Gefühl ist anfangs nur sehr schwach vorhanden. Dies wird erst später stärker. Sie werden jedoch sehr schnell bemerken, dass es Ihnen sehr leicht fällt in der Gedankenleere zu verbleiben.

Um in diesen Bewusstseinszustand zu kommen, reicht eine Meditation aus. Führen sie diese Meditation im Sitzen oder im Liegen aus. Wenn Sie die Übung im Liegen machen wollen, dann legen Sie sich auf dem harten Boden auf eine Matte, aber ohne ein Kopfkissen. Wenn Sie sie im Sitzen machen wollen, dann setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl oder sitzen Sie in Meditationshaltung. Das Sitzen im Schneidersitz ist nur denen geraten, die das schon öfters geübt haben. Achten Sie darauf, dass das Rückgrat gerade ist und weder Arme noch Beine gekreuzt sind. Dann können die Energien in Ihrem Körper besonders gut fließen. 

Besonders wirksam ist die Meditation, wenn sie das Energievolumen, in dem Sie sich befinden, stark erhöhen. Dies kann man beispielsweise dadurch erreichen, dass man vorher die Gefühle von Liebe, Vergebung, Reue, Frieden, Respekt und Dankbarkeit in seinem Körper erzeugt. Stellen Sie sich dazu vor, vor Ihnen wäre die Erde, wie ein kleiner Ball. Sie senden Ihre persönliche Liebe und die göttliche Liebe an die Erde. Zudem wünschen Sie der Welt göttliche Gnade und Frieden. Zeigen Sie Reue denjenigen Menschen, welche Sie verletzt haben und vergeben Sie allen Menschen, die Ihnen weh getan haben. Zeigen Sie allen Menschen und Gott gegenüber Liebe, Respekt und Dankbarkeit.

Eine andere Möglichkeit, das Energieniveau zu erhöhen, ist das Singen von "OM". Man atmet tief ein und singt ein langes "OOOOOO". Diesen Teil singt man mit offenem Mund. Später schließt man den Mund und singt das "MMMMM". Die gesamte Erde besteht aus Vibrationen und gerade diese Schwingungen sind ideal zur Erhöhung der eigenen Energie.

Übung 17: Universelles Bewusstsein
Machen Sie die Meditation und gehen sie ganz tief in sich hinein. Gehen Sie bis kurz vor den Einschlafpunkt. Überlegen Sie sich, dass Ihr physischer Körper immer dicker und dicker wird. Mit der Zeit passt das Zimmer in Ihren Körper, in dem Sie Ihre Meditation machen. Der Körper wächst weiter und weiter. Sie haben bereits die gesamte Wohnung in Ihrem Körper und dann sogar das ganze Haus. Nach und nach verschlingen Sie die Ortschaft. Ihr Körper wächst immer weiter und Sie nehmen immer mehr der Gegend in sich auf, in der Sie sich aufhalten. Irgendwann ist die gesamte Region in Ihrem Bauch und später auch das ganze Land. Ihr Körper wird immer dicker. Sie haben jetzt die ganze Erde in sich, dann den Mond und alle Sonnentrabanten. Später auch die Milchstraße und das gesamte Universum. Sie sind jetzt völlig verbunden mit dem Universum. Sie sind Mensch und gleichzeitig haben Sie das ganze Universum in sich. 

Es geht darum den Körper zu verlieren. Nach und nach werden Sie das universelle Bewusstsein erhalten. Ihr Geist gibt Ihnen eine Botschaft. Schauen Sie sich diese Botschaft genau an und befolgen Sie diese.

Bleiben Sie nach der Meditation noch eine Weile liegen. Es ist möglich, dass Sie diese Botschaft erst später erhalten. Befolgen Sie diese Botschaft. Sie bringt Sie ins universelle Bewusstsein.

Wenn Sie den Zustand des universellen Bewusstseins in sich erzeugen können, dann gehen Sie daran, ihn in Ihren Tagesablauf zu integrieren. Sie werden feststellen, dass Sie ihn jederzeit und schnell einsetzen können. 

Solange Sie sich im universellen Bewusstsein aufhalten, werden Sie feststellen, dass Sie besonders geschützt sind. Bevorstehende Probleme werden Ihnen lange vorher bewusst. Auch werden Sie feststellen, dass Sie in vielen Fällen derart geführt werden, dass Sie Gefahren aus dem Weg gehen und dass Sie viele Situationen vorsichtig angehen. 

Das universelle Bewusstsein ist also ein Zustand, der Ihnen Sicherheit bringt und Ihnen hilft, die Gefahren des Alltags zu umgehen. 

Probleme, wie früher, sind dann wieder zu erwarten, wenn Sie wieder die Gedankenleere verlassen. Wenn Sie beispielsweise ein Gespräch führen, können Sie auch zwischendurch immer in der Gedankenleere bleiben. Von unserer Natur her sind wir aber gewohnt, gerade in diesen Momenten wieder den Gedanken nachzuhängen.

Solange Sie sich im universellen Bewusstsein befinden, wird Ihnen dauernd eine gewaltige Energie zugeführt. Diese Energiemenge ist ungewöhnlich hoch. Sie bemerken sie sofort an den starken Vibrationen, die Sie an einem bestimmten Energiezentrum haben. Es wird sich dabei um das Energiezentrum handeln, das Sie normalerweise für die Zufuhr an Energie nutzen. Sie können gedanklich immer das Energiezentrum wechseln. Denken Sie einige Sekunden lang an ein anderes Energiezentrum, dann wechselt die Zufuhr und Sie erhalten die Energie durch ein anderes Energiezentrum.

Anfangs, wenn man übt die Gedankenleere in seinem Alltag zu integrieren, wird man öfters am Tag unbewusst in die Gedankenleere gehen. Diesen Zustand bemerken Sie aber sofort an den ungewöhnlich hohen Energiemengen und den damit verbundenen Vibrationen.

Manche Leute sprechen darüber, dass Sie ab und zu Lichtdurchflutungen haben, die dann einige Zeit, z.B. eine halbe Stunde andauern. Sobald Sie in das universelle Bewusstsein gehen, haben Sie dauernde Lichtdurchflutungen. Unaufhörlich. Dies ist auch der Grund, warum Leute, die im universellen Bewusstsein leben, eine ganz starke spirituelle Entwicklung mitmachen. Sobald Sie daran gehen, dauernd im universellen Bewusstsein zu leben, brauchen Sie etwa 5 Jahre, um zu einer spirituellen Persönlichkeit heranzureifen.

Sie müssen jetzt also daran gehen, sich vollständig umzustellen und die Gedankenleere mittels dem universellen Bewusstsein in Ihren täglichen Tagesablauf aufnehmen und sie konsequent durchführen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie dies sehr bald erreichen!

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Inhaltsverzeichnis

vgl. Vortrag und Meditationscamp von Guruji Mohan, Abhimanyu Dhyan Yog Kendra, Nandeshwar Dham, P.O. Box No. 118, Udaipur (Raj.) 313 031, India

vgl. Brian Tracy: Leistungspsychologie. Tracy College AG, Mellinger Str. 40, CH-5400 Baden/AG

vgl. Franz Bardon: Der Weg zum wahren Adepten, ISBN 3-7626-004-X, Verlag Hermann Bauer KG, Freiburg im Breisgau

vgl. Choa Kok Sui: Meditation über die zwei Herzen