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In den Tagen der Neuen Spiritualität werden eure derzeit etablierten
Religionen aufhören, gegeneinander zu kämpfen.
(Neale Donald Walsch / Gott Heute, S. 285)
Mehr zu diesem Thema in November 2004 und
Dezember 2004
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Eine spirituelle Aussage aus:
Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens
Gedanken für jeden Tag
ISBN 3-89620-265-0
Eine Meditation des Tages aus:
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 61; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Shakti Gawain/Reflektionen im Licht - Ein Buch für jeden Tag
Sphinx Medien Verlag, Basel
ISBN 3-85914-617-3
esotera: Neues Denken und Handeln
esotera ist das weltweit größte Magazin für neues Bewusstsein, 100.000 Leser! Jeden
Monat 100 Seiten. Zu bestellen bei: Verlag Hermann Bauer KG, Kronenstr. 2, 79100 Freiburg,
Tel: 0761-70820.
Aufzeichnungen aus einem Meditationscamp von Guruji Mohan im Kloster Walberberg bei Brühl.
Choa Kok Sui, der Begründer der Pranaheilung hat viele Bücher geschrieben und CD's besprochen. Er hat auch die Meditation über die 2 Herzen herausgebracht. Informationen über ihn finden Sie unter Pranaheilung auf dieser Website. Die vorgestellten Kurzmeditationen sind in der Meditation über die 2 Herzen enthalten.
Energie bringt ihre eigene Disziplin hervor
Die Wirklichkeit erfassen zu wollen erfordert ungeheure Energie, und wenn der Mensch das nicht tut, verschwendet er seine Energie auf Arten und Weisen, die Unheil anrichten, und deshalb muss die Gesellschaft ihn kontrollieren. Ist es möglich, auf der Suche nach Gott oder der Wahrheit Energie freizusetzen und gleichzeitig, während man dem Wahren auf der Spur ist, ein Bürger zu sein, der die grundlegenden Fragen des Lebens erkennt und versteht und den die Gesellschaft nicht zerstören kann?
Der Mensch ist Energie, und wenn er nicht nach Wahrheit sucht, wird diese Energie destruktiv. Deshalb kontrolliert und formt die Gesellschaft den Einzelnen, aber dadurch wird diese Energie erstickt. ... Vielleicht haben Sie auch schon eine andere interessante und ganz schlichte Tatsache festgestellt: In dem Moment, wenn Sie etwas wirklich tun wollen, haben Sie die Energie dafür. ... Genau diese Energie wird zu dem Instrument, mit dem sie sich selbst kontrolliert. Deshalb brauchen Sie keine äußere Disziplin. Der Mensch, der die Wirklichkeit erfassen möchte, wird von selbst zu einem richtigen Mitbürger, was aber nicht bedeutet, dass er den Vorstellungen irgendeiner Gesellschaft oder Regierung entspricht.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 171)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein:
Sexuelle-Energie-Meditation
Mach es Dir bequem. Schließ die Augen. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und entspanne Dich in jenen innersten Ort in Deiner Mitte hinein. Fühle, wie die kosmische Energie aus dieser Mitte heraus pulsiert und Deinen ganzen Körper durchströmt. Wisse, dass sich diese Energie sexuell und leidenschaftlich äußert. Betrachte Deinen sexuellen Ausdruck als feurige Energie des Universums, die durch Dich zu andern fließt. Stell Dir vor, wie Du diese Leidenschaft Deinen Geliebten und Freunden gegenüber, in Deiner Arbeit und in Deinen schöpferischen Plänen zum Ausdruck bringst. Wisse, dass diese Kraft in Dir unschuldig, lebenssprühend und ekstatisch ist, dass Du der Energie vertrauen kannst, die Dich durchströmt und dass Du Dich in aller Sicherheit ausdrücken kannst.
Die Kraft in mir ist unschuldig, lebenssprühend und ekstatisch.
(Shakti Gawain/Reflektionen im Licht)
Dualität verursacht Konflikte
Jeglicher Konflikt, ob physisch, psychisch oder intellektuell, ist Energieverschwendung. Es ist außerordentlich schwer, das zu verstehen und sich davon frei zu machen, weil die meisten von uns dazu erzogen wurden zu kämpfen, sich anzustrengen. In der Schule ist dies das Erste, was uns beigebracht wird, sich anzustrengen. Und dieser Kampf, diese Anstrengung setzt sich unser ganzes Leben lang fort - das heißt, um gut zu sein, müssen Sie kämpfen, Sie müssen das Böse bekämpfen, Sie müssen Widerstand leisten, sich kontrollieren. Durch die Erziehung, die Gesellschaft und die Religion wird dem Menschen also beigebracht, zu kämpfen. Man bringt Ihnen bei, dass Sie etwas tun müssen, um Gott zu finden: Ihre Seele, Ihren Geist, Ihren Körper quälen und verbiegen, sich verleugnen und unterdrücken. Dass Sie nicht genau hinschauen dürfen. Dass Sie kämpfen, kämpfen müssen auf dieser so genannten spirituellen Ebene - die gar keine spirituelle Ebene ist. Dann ist im Zusammenleben jeder nur auf sich selbst bedacht oder auf seine Familie.
... Wir verschwenden also an allen Ecken und Enden Energie. Und diese Energieverschwendung beruht im Grunde auf einem Konflikt: Dem Konflikt zwischen "Ich sollte" und "Ich sollte nicht", "Ich muss" und "Ich darf nicht". Hat man die gegensätzliche Dualität erst einmal geschaffen, sind Konflikte unvermeidlich. Man muss also diesen ganzen Mechanismus der Dualität verstehen - natürlich gibt es Mann und Frau, grün und rot, hell und dunkel, groß und klein, davon spreche ich nicht, das sind Fakten. Aber in dem Bemühen, das auf diese Trennung zwischen der Tatsache und der Vorstellung verwendet wird, steckt die Energieverschwendung.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 173)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein:
Meditation: Du bist wie eine goldene Sonne
Setz oder leg Dich bequem hin. Lass Deinen Körper sich völlig entspannen. Atme tief und langsam. Stell Dir ein Licht in Deinem Herzen vor - glühend, strahlend und warm. Spüre, wie es sich ausbreitet und größer wird, wie es stärker und stärker aus Dir hervorleuchtet, bis Du wie eine goldene Sonne bist, die Liebesenergie auf alles und alle um Dich herum ausstrahlt. Sage Dir: "Göttliches Licht und göttliche Liebe fließen durch mich und leuchten aus mir auf alles um mich herum." Wiederhole das immer wieder, bis Du Deine spirituelle Energie wirklich spürst.
Göttliches Licht und göttliche Liebe fließen durch mich.
(Shakti Gawain/Reflektionen im Licht)
Das Verhaltensmuster aus einer Vorstellung
Wenn Sie sagen: " Wie kann ich Energie bewahren?", haben Sie ein Verhaltensmuster aus einer Vorstellung geschaffen - wie man Energie bewahrt -, und dann passen Sie Ihr Leben an dieses Muster an. So entsteht erneut ein Zwiespalt. Nehmen Sie hingegen selbst wahr, wo Sie Ihre Energien verschwenden, werden Sie sehen, dass die Hauptursache der Verschwendung Konflikte sind: dass man ein Problem hat und es nie löst, dass man mit einer fürchterlichen Erinnerung an etwas Vergangenes lebt, dass man traditionsgebunden ist. Man muss die Hintergründe dieser Energieverschwendung verstehen, aber man versteht die Energieverschwendung nicht mit Hilfe von Shankara, Buddha oder irgendeinem Heiligen, sondern dadurch, dass man die täglichen Konflikte im eigenen Leben wirklich beobachtet. Die Hauptursache der Energieverschwendung ist also ein Konflikt - was nicht bedeutet, dass Sie sich zurücklehnen und die Hände in den Schoß legen sollten. Solange die Vorstellung wichtiger ist als die Tatsache, wird immer ein Konflikt bestehen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 174)
Schwerelosigkeits-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus --> etwa 12 Mal
Dann atmen Sie normal und stellen sich vor, dass Ihr Gewicht genauso leicht wie
Baumwolle ist. Sie verlieren Ihr Gewicht und durchbrecht die Gravitationskraft
der Erde.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 61; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Wo innere Widersprüche herrschen, gibt es Konflikte
Sie wissen, dass sich die meisten von uns in einem Konflikt befinden, ein Leben voller Widersprüche führen, nicht nur im Äußeren, sondern auch im Innern. Innere Widersprüche bedeuten Anstrengung. ... Wo Mühe und Anstrengung vorherrschen, kommt es zur Verschwendung - zur Verschwendung von Energie. Wo innere Widersprüche herrschen, gibt es Konflikte. Und wo es Konflikte gibt, gibt es auch das Bemühen, diese Konflikte zu überwinden - was eine weitere Form von Widerstand ist. Wo Sie sich widersetzen, wird auch eine bestimmte Art von Energie hervorgerufen Sie wissen: Wenn Sie gegen irgendetwas Widerstand leisten, erzeugt eben dieser Widerstand Energie. ...
Jegliches Handeln beruht auf dieser Reibung zwischen dem "Ich muss" und dem "Ich darf nicht". Und diese Form des Widerstands, diese Art des Konflikts erzeugt Energie. Aber diese Energie ist, wenn Sie ganz genau hinschauen, sehr destruktiv. Sie ist nicht kreativ. ... Die meisten Menschen leben mit inneren Widersprüchen. Und wenn sie eine Begabung haben, ein Talent zum Schreiben oder zum Malen oder zu etwas anderem, dann liefert ihnen die Spannung dieser inneren Widersprüche die Energie, sich auszudrücken, etwas zu erschaffen, zu schreiben, zu sein. Je größer die Spannung, je größer der Konflikt, desto größer die Produktivität, und das nennen wir dann eine Schöpfung. Es ist das Ergebnis eines Konflikts. Der Tatsache ins Gesicht zu schauen, dass Sie sich im Konflikt befinden, dass Sie mit inneren Widersprüchen leben, wird jene Form von Energie wachrufen, die nicht aus Widerstand hervorgegangen ist.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 175)
Meditation: Im Fluss schwimmen
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Dann atmen Sie normal und stellen sich vor, Sie sind an einem großen Fluss. Gehen
Sie in
Gedanken in den Fluss und beginnen dort zu schwimmen.
(Machen Sie diese Übung mehrere
Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 43; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Schöpferische Energie
(konditionieren: (veraltet) in Diensten stehen. Duden - Das Fremdwörterbuch,
ISBN 3-411-20915-1)
Nun ist die Frage: Gibt es eine Energie, die sich nicht im Bereich des Denkens bewegt, die keine Folge der Energie aus inneren Widersprüchen und Zwängen ist, keine Folge eines Strebens nach Erfüllung aus Frustration? Verstehen Sie die Frage? Ich hoffe, ich kann mich verständlich machen. Denn solange wir nicht jene andere Art von Energie entdecken, die nicht bloß das Produkt des Denkens ist, das die Energie nach und nach erzeugt, und die auch nicht mechanisch ist, solange ist unser Handeln destruktiv, ob wir nun die Gesellschaft reformieren, hervorragende Bücher schreiben, gewiefte Geschäftsleute sind oder nationalistische Trennlinien schaffen und an anderen politischen Aktivitäten teilnehmen. Die Frage ist also, ob es wirklich eine solche Energie gibt - nicht theoretisch, denn wenn wir mit Fakten konfrontiert sind, ist es kindisch und unreif, Theorien vorzubringen. Es ist wie bei einem Menschen, der Krebs hat und operiert werden muss. Da macht es keinen Sinn, darüber zu diskutieren, welche chirurgischen Instrumente man benutzen muss und was sonst noch alles. Sie müssen sich der Tatsache stellen, dass er operiert werden muss. Genauso muss auch der menschliche Geist die Sache ergründen oder in einem Zustand sein, in welchem er kein Sklave des Denkens ist. Schließlich ist alles Denken im Rahmen der Zeit reine Erfindung. Alle technischen Geräte und Apparate, die Düsenflugzeuge, die Raketen, die Erforschung des Atoms und des Weltraums sind das Ergebnis von Wissen und Denken. All das hat nichts mit Erschaffen zu tun. Etwas erfinden und geistige Fähigkeiten sind nicht dasselbe, wie etwas Neues zu erschaffen. Das Denken kann niemals schöpferisch sein, weil es immer konditioniert ist und daher nie frei sein kann. Nur jene Energie, die nicht das Produkt des Denkens ist, ist schöpferisch.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 176)
Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein: Ihre Hände liegen locker auf den Oberschenkeln, die Finger zeigen zum Boden (verbrauchtes abfließen lassen).
Sie machen sechs tiefe Atemzüge, richten sich auf und entspannen sich.
Stellen Sie sich bildlich vor: Sie sitzen am Meer. Einatmend lassen Sie das Wasser auf sich zukommen und Ihr Becken warm umspülen. Ausatmend geht die Welle zurück, und Sie übergeben mit ihr alles was Sie belastet Schmerzen, Krankheit, Schwäche, Nervosität dem Meer.
Der gedankliche Leitsatz (mehrfach wiederholen): Alles, was mich belastet, bewusst oder unbewusst, lasse ich los und überlasse es dem Meer der Heilung.
Verändern Sie den Leitsatz, wenn nötig, bis er für Sie passt. Beobachten Sie, wie mit der Welle, während Sie ausatmen, alles, was Sie belastet, zurück ins Meer fließt und verschwindet.
Dauer 5 20 Minuten, abschließend kräftig recken und strecken
(esotera Juni 6/97)
Die höchste Form der Energie
Eine Vorstellung von Energie ist etwas völlig anderes als die Energie selbst. Wir haben Rezepte oder Vorstellungen, wie wir diese höchste Form der Energie hervorbringen können. Aber das Rezept ist etwas ganz anderes als die Energie selbst mit ihrer Fähigkeit, sich ständig wiederherzustellen und zu erneuern.
... Die höchste Form dieser Energie, der Gipfelpunkt, ist jener Bewusstseinszustand, in welchem der Geist keine Vorstellungen, keine Gedanken mehr hat und kein Sinn für ein Eingreifen oder eine Absicht da ist - das ist reine Energie. Und um diese Form der Energie kann man sich nicht bemühen. Sie können nicht sagen: "Zeig mir, wie ich sie bekommen kann, zeig mir den Weg dorthin." Es gibt keinen Weg dorthin. Um für uns selbst herauszufinden, was es mit dieser Energie auf sich hat, müssen wir anfangen, die alltägliche Energie zu verstehen, die wir verschwenden - wenn wir reden, wenn wir einen Vogel hören, eine Stimme, wenn wir den Fluss sehen, den weiten Himmel und die Leute aus dem Dorf, schmutzig, verwahrlost, krank, halb verhungert, und den Baum, der sich am Abend aus dem Tageslicht zurückzieht. Allein schon das Beobachten von all dem ist Energie. Und diese Energie beziehen wir aus der Nahrung, aus den Strahlen der Sonne. Diese tägliche physische Energie, die jeder von uns hat, kann durch richtige Ernährung und ähnliche Dinge verstärkt, vermehrt werden. Das ist offenkundig notwendig. Aber dieselbe Energie, die zu psychischer Energie wird - das heißt zum Denken - wird in dem Moment, in dem sie einen Widerspruch in sich trägt, zur Energieverschwendung.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 177)
Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein: Ihre Hände liegen im Schoß wie zwei Schalen, die linke in der rechten.
Sie machen sechs tiefe Atemzüge, richten sich auf und entspannen sich.
Stellen Sie sich folgendes bildlich vor: Sie sind ein loderndes Feuer (oder sitzen davor). Das Feuer soll vorerst alles verzehren, was an Verbrauchtem in Ihnen ist (Ängste, Groll, Schuldgefühle, Pessimismus usw.). Einatmend lassen Sie nun die Flammen hoch und höher steigen und ausatmend sich von der Kraft und Wärme der Feuers erfüllen. Dem lodernden Feuer wird niemand zu nahe treten, aber die Umgebung labt sich an der wohltuenden Wärme und Geborgenheit Ihres Feuers.
Der Leitsatz (mehrfach wiederholen): Das Feuer erhitzt und stärkt jede Zelle meines Körpers, erhellt meinen Geist und lässt meine Seele in göttlichem Licht erstrahlen. Erleben Sie die Kraft des Feuers.
Dauer 5 20 Minuten, abschließend kräftig recken und strecken
(esotera Juni 6/97)
Die Kunst des Zuhörens ist die Kunst der Befreiung
Jemand erzählt Ihnen etwas, und Sie hören zu. Der Akt des Zuhörens ist bereits der Akt der Befreiung. Wenn Sie die Tatsache wahrnehmen, bewirkt bereits dieses Wahrnehmen der Tatsache die Befreiung von ihr. Allein schon das Zuhören, allein schon etwas als Tatsache zu sehen, hat eine außerordentliche Wirkung, ganz ohne die Bemühungen des Denkens.
... Nehmen wir beispielsweise den Ehrgeiz. Wir haben ausführlich darüber gesprochen, was er anrichtet, wie er sich auswirkt. Ein ehrgeiziger Mensch wird niemals wissen, was es bedeutet mitzufühlen, Mitleid zu haben und Liebe zu empfinden. Ein ehrgeiziger Mensch ist ein grausamer Mensch - ganz gleich, ob sein Ehrgeiz nach außen, nach innen oder auf spirituelle Ziele gerichtet ist. Sie haben das gehört. Und wenn Sie es hören, wandeln Sie es um und fragen: " Wie kann ich in dieser Welt, die auf Ehrgeiz beruht, leben?" Also haben Sie nicht zugehört. Sie haben darauf angesprochen, Sie haben auf eine Feststellung, eine Tatsache lediglich reagiert. Das heißt, Sie schauen sich die Tatsache nicht an. Sie interpretieren die Tatsache nur oder äußern nur ihre Meinung darüber oder reagieren nur darauf. Also schauen Sie die Tatsache nicht an. ... Wenn man zuhört, und zwar ohne jegliche Wertung, Reaktion oder Urteil, dann erzeugt die Tatsache ganz gewiss selbst jene Energie, die den Ehrgeiz wegwischt, zerstört, hinwegfegt - den Ehrgeiz, der Konflikte verursacht.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S.178)
Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein: Sitzen Sie stabil. Ihre Daumen drücken Sie an das Brustbein, die beiden Handteller berühren sich.
Beim Einatmen spannen Sie den PC-Muskel (zwischen Scham- und Steißbein) an, ziehen die Bauchdecke ein und das Kinn fest an. Halten Sie diese Spannung ca. 10 Sekunden und lassen Sie diese während der Ausatmung langsam los. Etwa 10 mal wiederholen. (Anspannung des PC-Muskels lädt das Gehirn energetisch auf.
Dann beobachten Sie den Atem und versuchen sich dabei der vier Phasen bewusst zu sein: Einatmung Pause Ausatmung Pause.
Dauer 5 20 Minuten, abschließend herzhaft recken und strecken
(esotera Juni 6/97)
Aufmerksamkeit ohne Widerstand
Sie wissen, was Raum ist. In diesem Saal ist Raum. Die Entfernung zwischen diesem Gebäude und Ihrem Hotel, zwischen der Brücke und Ihrem Zuhause, zwischen diesem Flussufer und dem anderen - all das ist Raum. Ist auch in Ihrem Geist Raum? Oder ist er so vollgestopft, dass überhaupt kein Raum mehr bleibt? Wenn in Ihrem Geist Raum ist, dann ist Stille in diesem Raum - und aus dieser Stille kommt alles andere, denn dann können Sie zuhören, dann können Sie ohne inneren Widerstand aufmerksam sein. Deshalb ist es sehr wichtig, Raum im Geist zu haben. Wenn der Geist nicht übervoll ist, nicht ununterbrochen beschäftigt ist, kann er diesem bellenden Hund lauschen, dem Geräusch des Zuges, der über die ferne Brücke fährt, und gleichzeitig aufmerksam wahrnehmen, was eine Person in diesem Saal sagt. Dann ist der Geist etwas Lebendiges, nichts Totes.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 179)
Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein: Die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln, Zeigefinger und Daumen berühren sich.
Sie machen sechs tiefe Atemzüge. Während des Einatmens richten Sie sich von innen her noch mehr auf, und mit der Ausatmung lassen Sie jede Spannung in Gesicht, Schultern, Armen, Brust, Rücken, Becken und Beinen los.
Stellen Sie sich eine Kinoleinwand vor: Darauf projizieren Sie einen Film, in dem Sie Hauptdarsteller/in sind und der Ihre glückliche Zukunft darstellt. Sie sind mit ganzem Herzen dabei und teilen die Gefühle und Stimmungen der Hauptperson. Beziehen Sie auch Ihre Umgebung und Mitmenschen mit ein. Ihr eigenes Glück soll auch Ihrer Umgebung großen Gewinn bringen. So bereichern Sie Ihr Umfeld, und das wiederum beschenkt Sie mit allem, was Sie glücklich macht. Sie können sich diese Bilder auch kurz vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen im Bett liegend vorstellen. Viel Spaß dabei.
Dauer 5 20 Minuten, abschließend herzhaft recken und strecken.
(esotera Juni 6/97)
Aufmerksamkeit ohne Anstrengung
Gibt es eine Aufmerksamkeit, ohne dass das Bewusstsein von etwas ganz in Anspruch genommen wird? Gibt es Aufmerksamkeit ohne Konzentration auf ein Objekt? Gibt es Aufmerksamkeit ohne Motiv, ohne Beeinflussung, ohne Zwang? Kann der menschliche Geist vollkommen aufmerksam sein, ohne irgendetwas auszuschließen? Sicher kann er das, und das ist sogar die einzige Form, in der man wirklich aufmerksam ist. Die anderen Formen sind nur Nachsicht oder Winkelzüge des menschlichen Geistes. Wenn Sie allem volle Aufmerksamkeit schenken können, ohne sich in etwas Bestimmtes zu vertiefen und ohne irgendetwas auszuschließen, dann werden Sie herausfinden, was Meditation ist, denn in dieser Aufmerksamkeit gibt es kein Bemühen, keine Trennung, keinen Kampf, keine Suche nach einem Ergebnis. Meditation ist also ein Prozess, bei dem der Geist von Methoden befreit wird und bei dem man aufmerksam ist, ohne sich in etwas Bestimmtes zu vertiefen oder sich um Konzentration zu bemühen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 180)
Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein: Die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln, die Spitzen von Daumen und Ringfinger berühren sich.
Sie machen sechs tiefe Atemzüge, richten sich noch mehr auf und entspannen sich.
Stellen Sie sich nun bildlich vor: einen (bekannten oder unbekannten) Ort, der Ihrem Sinn für Schönheit und Harmonie entspricht, wo Sie gerne einige Minuten, Stunden oder Tage verweilen würden, der Sie erfrischt und all Ihre Sinne weckt. Genießen Sie bewusst die Formen und Farben und den Duft des Ortes, und versuchen Sie auch etwa Schönes zu hören: Musik, Vogelgesang, Wind, Wasser ...
Sie können dieses Bild überall entstehen lassen im Stehen, Sitzen oder Liegen. Es spielt auch keine Rolle, wie lange Sie darin verweilen. Nicht auf die Zeit kommt es an, sondern auf die Intensität.
(esotera Juni 6/97)
Aufmerksamkeit, die nichts ausschließt
Ich glaube, es gibt einen Unterschied zwischen der Aufmerksamkeit, die auf ein Objekt gerichtet ist, und der Aufmerksamkeit ohne Objekt. Wir können uns auf eine bestimmt Vorstellung, einen Glauben, ein Objekt konzentrieren - ein Vorgang, bei dem anderes ausgeschlossen wird. Und es gibt eine Form von Aufmerksamkeit, ein Gewahrsein, das nichts ausschließt. Ebenso gibt es eine Unzufriedenheit, die keine Ursache hat, die nicht aus irgendeiner Frustration hervorgeht, die nicht in bestimmt Bahnen gelenkt werden kann, die sich durch keine Erfüllung stillen lässt. Vielleicht verwende ich nicht das richtige Wort dafür, aber ich glaube, dass diese außergewöhnliche Unzufriedenheit das Entscheidende ist. Ohne sie wird jede andere Form von Unzufriedenheit nur zu einem Weg, sich Befriedigung zu verschaffen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 181)
Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein: Die Hände liegen auf den Oberschenkeln und zeigen nach oben; alle Fingerspitzen berühren sich.
Machen Sie sechs tiefe Atemzüge. Während der Einatmung richten Sie sich auf, und mit der Ausatmung lassen Sie jede Spannung in Gesicht, Schultern, Armen, Brust, Rücken, Becken und Beinen los.
Stellen Sie sich vor auf einer Reise zu sein: Sie kommen an ein Tor den Eingang zur neuen Woche. Dort begegnen Sie Ihrer inneren Weisheit (als Lichtgestalt oder Symbol) und fragen sie:
Was kann ich tun oder lassen, um Sinn und Freude in meinem zukünftigen Leben zu finden?
Bleiben Sie einige Atemzüge lang still sitzen, um die Antwort zu vernehmen.
(esotera Juni 6/97)
Aufmerksamkeit ist schrankenlos, ohne Grenzen
Um den menschlichen Geist zu schulen, sollten wir den Schwerpunkt nicht auf Konzentration, sondern auf Aufmerksamkeit legen. Konzentration ist ein Vorgang, bei dem das Bewusstsein gezwungen wird, sich auf einen Punkt zu beschränken, während Aufmerksamkeit grenzenlos ist. Bei der Konzentration wird der Geist immer durch eine Grenze eingeschränkt, aber wenn uns daran gelegen ist, den Geist in seiner Ganzheit zu verstehen, wird bloße Konzentration zu einem Hindernis. Aufmerksamkeit ist schrankenlos, ohne die Grenzen des Wissens. Wissen ist ein Ergebnis der Konzentration, und jede Erweiterung des Wissens bleibt immer noch innerhalb seiner eigenen Grenzen. Im Zustand der Aufmerksamkeit kann und wird der Geist Wissen benutzen, das zwangsläufig durch Konzentration erworben wurde, aber ein Teil ist nie das Ganze, und das Zusammenfügen der vielen Einzelteile führt nicht zum Erkennen des Ganzen. Wissen, ein Vorgang, bei dem ständig etwas hinzugefügt wird und der auf Konzentration beruht, bringt das Verstehen des Unermesslichen nicht zustande. Das Ganze befindet sich nie innerhalb der Mauern eines konzentrierten Geistes.
Aufmerksamkeit ist also von höchster Bedeutung, aber wir erreichen sie nicht durch die Anstrengung der Konzentration. Aufmerksamkeit ist ein Zustand, in welchem der Geist unaufhörlich lernt, ohne ein Zentrum, um das herum sich Wissen in Form zusammengetragener Erfahrungen anhäuft. Ein menschlicher Geist, der auf sich selbst konzentriert ist, benutzt Wissen als Mittel, um seine eigene Bedeutung auszuweiten. Ein solches Verhalten führt zu inneren Widersprüchen und ist unsozial.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 182)
Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein: Die Hände liegen wie offene Blumen auf den Oberschenkeln.
Machen Sie sechs tiefe Atemzüge. Während der Einatmung richten Sie sich von innen her noch mehr auf, und mit der Ausatmung lassen Sie jede Spannung in Gesicht, Schultern, Armen, Brust, Rücken, Becken und Beinen los.
Stellen Sie sich mit geschlossenen Augen folgendes Bild vor: Sie sitzen unter der strahlenden Sonne. Auf Ihrem Kopf haben Sie eine offene Blüte. Einatmend nehmen Sie das einströmende Licht auf, lassen sich in der Atempause davon erfüllen und ausatmend verströmen Sie es durch Ihr Herz wieder an Ihre Umwelt. Dabei wiederholen Sie in Gedanken mehrmals den folgenden Leitsatz:
Ich öffne mich der göttlichen Freude, lasse mich davon erfüllen und strahle sie durch mein Herz hinaus in die Welt.
Sie können auch etwas anderes einsetzen, das für Sie zur Zeit wichtig ist, z.B. heilende Kräfte, Licht, Liebe, Frieden ...
Dauer 5 20 Minuten. Beenden Sie die Meditation mit einem kräftigen Recken und Strecken.
(esotera Juni 6/97)
Vollkommene Aufmerksamkeit
Was meinen wir mit Aufmerksamkeit? Ist es Aufmerksamkeit, wenn ich meinen Geist zwinge, aufmerksam zu sein? Wenn ich mir sage: "Ich muss aufmerksam sein, ich muss meinen Geist unter Kontrolle halten und alle anderen Gedanken beiseite schieben?" Würden Sie das Aufmerksamkeit nennen? Das hat sicher nichts mit Aufmerksamkeit zu tun. Was geschieht, wenn der Geist sich zwingt, aufmerksam zu sein? Er erzeugt Widerstand, um zu verhindern, dass sich andere Gedanken einschleichen. Er ist mit dem Widerstand, mit dem Wegschieben beschäftigt, und deshalb ist er unfähig, aufmerksam zu sein. Das stimmt, oder etwa nicht?
Um eine Sache vollkommen zu verstehen, muss man ihr volle Aufmerksamkeit widmen. Aber Sie werden schon bald herausfinden, wie außerordentlich schwierig das ist, weil Ihr Geist gewohnt ist, zerstreut zu sein. Also sagen Sie: "Mein Gott, es ist gut, aufmerksam zu sein, aber wie soll ich das anstellen?" Das heißt, Sie sind wieder bei dem Wunsch angekommen, etwas zu erreichen, also werden Sie nie vollkommen aufmerksam sein. ... Betrachten Sie beispielsweise einen Baum oder einen Vogel, dann hat es nichts mit vollkommener Aufmerksamkeit zu tun, wenn Sie sagen: "Das ist eine Eiche" oder "das ist ein Papagei" und weitergehen. Indem Sie dem Baum oder dem Vogel einen Namen gegeben haben, haben Sie bereits aufgehört, aufmerksam zu sein. ... Sind Sie hingegen vollkommen aufmerksam und sich dessen voll bewusst, was Sie anschauen, so werden Sie feststellen, dass eine völlige innere Umwandlung stattfindet und dass vollkommene Aufmerksamkeit das Gute ist. Es gibt nicht anderes, und Sie können vollkommene Aufmerksamkeit nicht durch Üben erlangen. Sie können üben, sich zu konzentrieren, das heißt, Sie errichten Mauern des Widerstandes, und innerhalb dieser Mauern befindet sich derjenige, der sich konzentriert, aber das hat nicht mir Aufmerksamkeit zu tun, es ist ein Ausschließen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 183)
Wurzelchakra-Meditation: (Das Wurzelchakra ist an der Unterseite des Rückgrates an der Stelle des Po. Ein Chakra kann man sich vorstellen wie ein Rad. Die Energie bewegt sich rotierend.)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun konzentrieren Sie sich auf das Wurzelchakra und senden Ihre gesamte Energie in
dieses Chakra.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 62; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Aufmerksamkeit beginnt mit der Beseitigung der Angst
Wie kann der Zustand der Aufmerksamkeit herbeigeführt werden? Er lässt sich auf keinen Fall durch Überreden, Vergleichen, Belohnen oder Bestrafen erreichen, denn all dies sind Formen des Zwangs. Aufmerksamkeit beginnt mit der Beseitigung der Angst. Wir müssen zwangsläufig Angst haben, solange ein Drang besteht, etwas zu sein oder zu werden, also das Streben nach Erfolg mit all seinen Frustrationen und komplizierten inneren Widersprüchen. Konzentration kann man lehren, Aufmerksamkeit dagegen kann nicht gelehrt werden, ebenso wenig, wie man Angstfreiheit lehren kann, und im Verstehen dieser Zusammenhänge liegt der Schlüssel zur Beseitigung der Angst. Aufmerksamkeit ergibt sich also spontan, wenn der Schüler von einer wohltuenden Atmosphäre umgeben ist, in der er sich sicher fühlen und unbefangen sein kann und sich des uneigennützigen Handelns bewusst ist, das mit Liebe einhergeht. Liebe vergleicht nicht, und damit enden der Neid und die Qual, etwas "werden" zu müssen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 184)
Nabelchakra-Meditation: (Das Nabelchakra ist an der Stelle des Bauchnabels. Ein Chakra kann man sich vorstellen wie ein Rad. Die Energie bewegt sich rotierend.)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun konzentrieren Sie sich auf das Nabelchakra und senden Ihre gesamte Energie in
dieses Chakra.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 62; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Es gibt kein Ziel, das zu erreichen wäre
Kann man Demut üben? Sich dessen bewusst zu sein, dass man demütig ist, bedeutet sicherlich nicht, dass man demütig ist. Sie wollen wissen, dass Sie es geschafft haben. Das zeigt doch - oder etwa nicht? -, dass Sie zuhören, um einen bestimmten Zustand zu erreichen, einen Ort, wo Sie nie mehr gestört werden, wo Sie dauerhaftes Glück, ewige Seligkeit finden? Aber es gibt, wie ich schon sagte, kein Erreichen, es gibt nur den Vorgang des Lernens - und das macht die Schönheit des Lebens aus. Wenn Sie es geschafft haben, gibt es weiter nichts mehr. Und Sie alle haben es geschafft oder wollen es schaffen, nicht nur in Ihrem Beruf, sondern bei allem, was Sie tun. Deshalb sind Sie unzufrieden, frustriert, unglücklich. Meine Damen und Herren, es gibt kein Ziel, das zu erreichen wäre, es gibt nur diesen beständigen Vorgang des Lernens, der nur dann schmerzhaft wird, wenn wir ansammeln. Ein menschlicher Geist, der mit vollkommener Aufmerksamkeit zuhört, wird nie darauf schauen, was dabei herauskommt, weil er sich ständig weiterentwickelt. Wie ein Fluss ist er ständig in Bewegung. Ein solcher Geist ist sich seiner eigenen Tätigkeit völlig unbewusst, und zwar insofern, als das Selbst, das "Ich" nicht aufrechterhalten wird, das danach trachtet, ein Ziel zu erreichen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens S. 185)
Solarplexuschakra-Meditation: (Das Solarplexuschakra ist unterhalb der Rippen, dort, wo die Rippen in der Mitte zusammenkommen und eine Mulde ist. Ein Chakra kann man sich vorstellen wie ein Rad. Die Energie bewegt sich rotierend.)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun konzentrieren Sie sich auf das Solarplexuschakra und senden Ihre gesamte Energie
in dieses Chakra.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 63; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Wissen ist nicht Bewusstheit
(konditionieren: (veraltet) in Diensten stehen. Duden - Das Fremdwörterbuch,
ISBN 3-411-20915-1)
Bewusstheit ist jener Zustand des Geistes, in welchem etwas beobachtet wird, ohne es zu verurteilen oder gutzuheißen, und indem die Dinge einfach so angeschaut werden, wie sie sind. Wenn Sie eine Blume ohne Ihr botanisches Wissen anschauen, dann sehen Sie diese Blume in ihrer Ganzheit. Wenn aber Ihr Geist völlig mit botanischem Wissen über diese Blume angefüllt ist, schauen Sie die Blume nicht mit voller Aufmerksamkeit an. Obwohl Sie vielleicht etwas über die Blume wissen, nehmen Sie die Blume nicht voll und ganz wahr, wenn dieses Wissen den ganzen Raum Ihres Geistes einnimmt.
Eine Tatsache anzuschauen heißt, sich ihrer bewusst zu sein. In dieser Bewusstheit gibt es kein Auswählen, kein Verurteilen, kein Mögen oder Nichtmögen. Aber die meisten von uns sind dazu nicht fähig, weil wir durch Tradition, Beruf und aus allen möglichen Gründen nicht in der Lage sind, eine Tatsache ohne unseren geistigen Hintergrund zu betrachten. Wir müssen uns unserer Konditionierung bewusst sein, und diese Konditionierung zeigt sich, wenn wir eine Tatsache beobachten. Und da Sie mit dem Beobachten der Tatsache beschäftigt sind und nicht mir Ihrem Hintergrund, wird der Hintergrund beiseite geschoben. Wenn das Hauptinteresse nur dem Verstehen der Tatsache gilt und wenn Sie erkennen, dass Ihr geistiger Hintergrund Sie daran hindert, die Tatsache zu verstehen, dann wischt dieses vitale Interesse an der Tatsache den Hintergrund weg.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 186)
Herzchakra-Meditation: (Das Herzchakra ist auf der Höhe des Herzens, aber in der Mitte des Körpers und nicht links. Ein Chakra kann man sich vorstellen wie ein Rad. Die Energie bewegt sich rotierend.)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun konzentrieren Sie sich auf das Herzchakra und senden Ihre gesamte Energie in
dieses Chakra.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 65; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Selbstbeobachtung ist unvollständig
In der Bewusstheit gibt es nur die Gegenwart - das heißt, in diesem Zustand sehen Sie den Beeinflussungsprozess durch die Vergangenheit, der die Gegenwart steuert und die Zukunft formt. Bewusstheit ist ein Vorgang, der einend wirkt und nicht trennend. Wenn ich beispielsweise frage: "Glaube ich an Gott?", dann kann ich, wenn ich mir meines Inneren bewusst bin, schon beim Fragen beobachten, was mich dazu bringt, diese Frage zu stellen. Wenn ich mir meiner selbst bewusst bin, kann ich wahrnehmen, was gewesen ist und welche Kräfte mich dazu zwingen, diese Frage zu stellen. Dann bin ich mir verschiedener Formen der Angst bewusst - der Ängste meiner Vorfahren, die eine bestimmte Vorstellung von Gott geschaffen und an mich weitergegeben haben. Indem ich ihre Vorstellung mit meinen gegenwärtigen Reaktionen vermische, habe ich die Gottesvorstellung modifiziert oder verändert. Wenn ich mir all dessen bewusst bin, nehme ich diesen ganzen Prozess aus der Vergangenheit und seine Auswirkung in der Gegenwart und in der Zukunft als ein zusammenhängendes Ganzes wahr.
Wenn man sich des eigenen Inneren bewusst ist, sieht man, wie die eigene Gottesvorstellung aus der Angst herrührt. Oder vielleicht gab es einen Menschen, der eine echte Erfahrung der Wirklichkeit oder eine echte Gotteserfahrung hatte und sie einem anderen mitteilte, der sie in seiner Gier zu seiner eigenen machte und damit den Prozess der Nachahmung in Gang setzte. Bewusstheit ist eine vollständiger Vorgang, und Selbstbeobachtung ist unvollständig. Selbstbeobachtung ist krankhaft und schmerzhaft, während Bewusstheit Begeisterung und Freude auslöst.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 187)
Halschakra-Meditation: (Das Halschakra ist an der Stelle, an welcher der Kehlkopf ist. Ein Chakra kann man sich vorstellen wie ein Rad. Die Energie bewegt sich rotierend.)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun konzentrieren Sie sich auf das Halschakra und senden Ihre gesamte Energie in
dieses Chakra.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 62; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Das Ganze sehen
Wie schauen Sie einen Baum an? Sehen Sie den Baum als Ganzes? Wenn Sie ihn nicht als Ganzes sehen, sehen Sie ihn überhaupt nicht. Vielleicht gehen Sie vorbei und sagen: "Der Baum dort, wie schön er ist!" Oder Sie sagen: "Es ist ein Mangobaum", oder "Ich weiß nicht, was das für Bäume sind, vielleicht sind es Tamarinden." Aber während Sie da stehen und schauen - ich spreche von Tatsachen, von Fakten -, sehen Sie ihn nie in seiner Ganzheit, und wenn Sie den Baum nicht als Ganzes sehen, sehen Sie ihn überhaupt nicht. Mit der Bewusstheit verhält es sich genauso. Wenn Sie die Arbeitsweisen Ihres Geistes nicht in diesem Sinne als Ganzes sehen - wie Sie den Baum sehen -, sind Sie sich nicht Ihrer selbst bewusst. Der Baum besteht aus den Wurzeln, dem Stamm, den großen und kleinen Ästen, den ganz zarten Zweigen, die daraus hervorgehen, und den Blättern, den abgestorbenen Blättern, den welken Blättern, den grünen Blättern, den angefressenen Blättern, den hässlichen Blättern, den fallenden Blättern, den Früchten, den Blüten - all das sehen Sie als Ganzes, wenn Sie den Baum anschauen. Und genauso erkennen Sie in diesem Zustand, in dem Sie die Arbeitsweisen Ihres Geistes sehen, in diesem Zustand der Bewusstheit, Ihren Hang zum Verurteilen, Zustimmen, Ablehnen, Kämpfen und ihre Gefühle der Sinnlosigkeit, Verzweiflung, Hoffnung und Frustration. Bewusstheit beinhaltet all das, nicht nur einen Teil davon. Sind Sie sich Ihres Geistes also in diesem einfachen Sinne bewusst, wie Sie ein Bild als Ganzes sehen und nicht nur einen Ausschnitt des Bildes und dann gleich fragen: "Wer hat dieses Bild gemalt?"
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 188)
Ajnachakra-Meditation: (Das Ajnachakra, oder auch das dritte Auge genannt, ist zwischen den Augenbrauen auf der unteren Stirnseite. Ein Chakra kann man sich vorstellen wie ein Rad. Die Energie bewegt sich rotierend.)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun konzentrieren Sie sich auf das Ajnachakra und senden Ihre gesamte Energie in
dieses Chakra.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 67; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Bewusstheit lässt sich nicht erzwingen
Wenn man Bewusstheit übt und sie zu einer Gewohnheit macht, wird sie ermüdend und beschwerlich. Bewusstheit lässt sich nicht erzwingen. Das, was man übt, hat nicht mehr mit Bewusstheit zu tun, denn Üben bedeutet, dass sich Gewohnheiten bilden, dass man sich anstrengt und seinen Willen einsetzt. Anstrengung ist Verfälschung. Es geht nicht nur darum, sich der Außenwelt bewusst zu sein - eines Vogels im Flug, eines Schattens, der unruhige See, der Bäume und des Windes, des Bettlers und der Luxusautos, die an ihm vorbeifahren , sondern auch darum, sich der inneren Vorgänge bewusst zu sein, der inneren Spannungen und Konflikte. Einen Vogel im Flug verurteilen Sie nicht. Sie beobachten ihn, sehen seine Schönheit. Aber wenn Sie über Ihre inneren Kämpfe nachdenken, verurteilen oder rechtfertigen Sie diese. Sie sind nicht in der Lage, diesen inneren Konflikt zu beobachten, ohne eine Wahl zu treffen oder sich zu rechtfertigen.
Sich seiner Gedanken und Gefühle bewusst zu sein , ohne sich damit zu identifizieren oder sie abzulehnen, ist nicht ermüdend und beschwerlich. Aber wenn man auf der Suche nach einem Ergebnis ist, ein Ziel erreichen will, vergrößert sich der Konflikt, und der ermüdende Kampf beginnt.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 189)
Scheitelchakra-Meditation: (Das Scheitelchakra ist in der Mitte auf Ihrem Kopf etwa dort wo sich der Mittelscheitel befindet. Ein Chakra kann man sich vorstellen wie ein Rad. Die Energie bewegt sich rotierend.)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun konzentrieren Sie sich auf das Scheitelchakra und senden Ihre gesamte Energie in
dieses Chakra.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 62; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Lassen Sie einen Gedanken aufblühen
Bewusstheit ist jener Bewusstseinszustand, der alles einbezieht - die Krähen am Himmel, die Blüten an den Bäumen, die Leute, die in der vorderen Reihe sitzen, die Farben, die sie tragen - umfassende Bewusstheit, die genaues Beobachten erfordert, das Wahrnehmen der Form eines Blattes, der Form des Baumstammes, der Kopfform eines anderen Menschen und das, was er tut. Umfassend bewusst zu sein und aus diesem Zustand heraus zu handeln, das bedeutet, sich der Gesamtheit des eigenen Wesens bewusst zu sein. Wenn man nur eine partielle Aufnahmefähigkeit hat, eine bruchstückhafte Aufnahmefähigkeit, und weiterhin seine Erfahrungen über diese begrenzte Aufnahmefähigkeit macht, so wird der Geist mittelmäßig, beschränkt und engstirnig. Aber die Bewusstheit des eigenen Wesens in seiner Ganzheit, das man dadurch versteht, dass man sich jedes Gedankens, jedes Gefühls bewusst ist und sie nie einschränkt, weil man jeden Gedanken und jedes Gefühl aufblühen lässt und sich ihrer deshalb bewusst ist - das unterscheidet sich völlig vom Handeln oder der Konzentration, die nur auf intellektuellen Fähigkeiten beruhen und daher begrenzt sind.
Einen Gedanken oder ein Gefühl aufblühen zu lassen erfordert Aufmerksamkeit - nicht Konzentration. Mit "Aufblühen" eines Gedankens meine ich, dass Sie ihm Freiheit lassen zu sehen, was geschieht, was in Ihrem eigenen Denken und Fühlen vor sich geht. Alles, was blüht, braucht Freiheit, braucht Licht. Man kann es nicht einschränken. Sie können es nicht bewerten, indem Sie sagen: "Dies ist richtig, das ist falsch. Dies sollte sein und jenes nicht." Dadurch schränken Sie das Aufblühen des Denkens ein. Und es kann nur in dieser Bewusstheit aufblühen. Wenn Sie dieser Sache ganz auf den Grund gehen, so werden Sie feststellen, dass dieses Aufblühen des Denkens das Ende des Denkens ist.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 190)
Wiedererleben-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Jetzt denken Sie an ein sehr schönes Erlebnis aus der Vergangenheit und
beginnen, es noch einmal zu erleben.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 97; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Passive Bewusstheit
In der Bewusstheit gibt es kein Werden, es gibt kein Ziel, das zu erreichen wäre. Es gibt nur stilles Beobachten, ohne auszuwählen oder zu verurteilen, aus dem Verstehen erwächst. In diesem Vorgang, bei dem sich Denken und Fühlen frei enthalten - was nur möglich ist, wenn es weder darum geht, sich etwas anzueignen, noch darum, etwas zu akzeptieren -, stellt sich eine ausgeweitete Bewusstheit ein. Alle verborgenen Schichten und ihre Bedeutung werden enthüllt. Diese Bewusstheit offenbart jene schöpferische Leere, die man sich weder vorstellen noch in Worte fassen kann. Diese erweiterte Bewusstheit und die schöpferischen Leere sind ein einheitlicher Vorgang und nicht verschiedene Stufen. Wenn sie ein Problem still und ohne zu verurteilen oder zu rechtfertigen betrachten, stellt sich passive Bewusstheit ein. Und in dieser passiven Bewusstheit besteht ein erhöhtes Empfindungsvermögen, in dem es zur höchsten Form negativen Denkens kommt. Wenn der Geist etwas in Worte fasst und produktiv wird, ist Schöpfung unmöglich. Nur wenn der Geist still und leer ist, wenn er keine Probleme erzeugt - in dieser wachen Passivität ist Schöpfung. Schöpfung kann nur in Negation geschehen, was nicht das Gegenteil vom Positiven ist. Nichts zu sein ist nicht das Gegenteil von etwas sein. Ein Problem entsteht nur dann, wenn man ein Ergebnis anstrebt. Nur wenn die Suche nach einem Ergebnis aufhört, gibt es kein Problem
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 191)
Jagdin-Meditation:
Dies ist eine Meditation, um Euch selbst zu schützen.
"Es ist eine Übung für Menschen, die für andere Menschen arbeiten. Diese Übung
wurde von den Buddhisten übernommen, denn es ist ebenfalls eine sehr gute Übung.
Sie nannten sie Jadgin. Es bedeutet, dass man nichts tut, dass man nur sitzt.
Aber die originale Tantra-Übung sagt, Ihr könnt sitzen oder liegen und Ihr sollt
daran denken, wie die Gnade Gotte auf Euch kommt." (S. 115)
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 12 Mal
Nun denken Sie daran, dass die allumfassende Gnade Gottes zu Ihnen kommt.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 115; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Was vollständig verstanden wird, wiederholt sich nicht
Sich des eigenen Inneren bewusst zu sein macht die Beichte überflüssig, weil die Bewusstheit des eigenen Selbst uns den Spiegel vorhält, in dem alle Dinge unverzerrt wiedergegeben werden. Alles Denken und Fühlen wird gleichsam auf die Leinwand der Bewusstheit geworfen, um betrachtet, untersucht und verstanden zu werden. Aber dieser Fluss des Verstehens wird blockiert, wenn wir verurteilen oder zustimmen, beurteilen oder uns identifizieren. Je mehr die Leinwand beobachtet und verstanden wird - nicht als Pflicht oder erzwungene Übung, sondern weil Schmerz und Leid ein unstillbares Interesse geweckt haben, das seine eigene Disziplin mit sich bringt -, desto größer die Intensität der Bewusstheit, die wiederum zu tieferem Verstehen führt.
... Wenn etwas langsam ist, kann man ihm folgen. Eine schnelle Maschine muss verlangsamt werden, will man ihren Lauf genau studieren. So können auch Gedanken und Gefühle nur verstanden werden, wenn der Geist in der Lage ist, langsam vorzugehen. Hat er aber diese Fähigkeit erst einmal geweckt, kann er sich mit großer Schnelligkeit bewegen, was ihn äußerst ruhig werden lässt. Wenn sich ein Ventilator mit hoher Geschwindigkeit dreht, wirken seine einzelnen Blätter wie ein einziges Metallblech. Unsere Schwierigkeit besteht darin, den Geist dazu zu bringen, sich langsam zu drehen, damit wir jedem Gedanken und jedem Gefühl folgen und sie verstehen können. Was vollständig und in seiner ganzen Tiefe verstanden wurde, wird sich nicht wiederholen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 192)
Feuer-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun stellen Sie sich vor, dass Sie Feuer sind und alles um Sie herum nur aus
Feuer besteht. Feuer dehnt sich normalerweise aus und so dehnen Sie sich immer
mehr aus.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan hat diese Meditation in einem Meditationscamp gemacht.
Gewalt
(konditionieren: (veraltet) in Diensten stehen. Duden - Das Fremdwörterbuch,
ISBN 3-411-20915-1)
Was geschieht, wenn Sie dem, was wir Gewalt nennen, Ihre ganze Aufmerksamkeit widmen? - Wobei Gewalt nicht nur das ist, was die Menschen durch Glauben, Konditionierung und Ähnliches trennt, sondern auch das, was zum Vorschein kommt, wenn wir nach persönlicher Sicherheit streben, oder nach der Sicherheit einer individuellen Existenz, die gesellschaftlichen Konventionen folgt. Können Sie diese Gewalt mit vollkommener Aufmerksamkeit betrachten? Und was geschieht, wenn Sie diese Gewalt mit vollkommener Aufmerksamkeit anschauen? Was geschieht, wenn Sie irgendetwas - dem Lernstoff in Geschichte oder Mathematik oder Ihrer Frau oder Ihrem Mann - vollkommene Aufmerksamkeit widmen? Ich weiß nicht, ob Sie sich damit schon einmal näher befasst haben - wahrscheinlich haben die meisten von uns noch nie irgendetwas vollkommene Aufmerksamkeit geschenkt -, aber wenn Sie es tun, was geschieht dann? Was ist Aufmerksamkeit, meine Damen und Herren? Wenn Sie irgendeiner Sache Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, dann ist da sicher auch Fürsorge, und Sie können nicht fürsorglich sein, wenn Sie keine Zuneigung, keine Liebe verspüren. Und wenn Sie Aufmerksamkeit schenken, die mit Liebe verbunden ist, gibt es dann Gewalt? Sie verstehen? Formell habe ich Gewalt verurteilt, ich bin vor ihr geflohen, habe sie gerechtfertigt, habe gesagt, sie sei etwas Natürliches. All das ist Unaufmerksamkeit. Aber wenn ich dem, was ich Gewalt genannt habe, Aufmerksamkeit schenke - und wenn diese Aufmerksamkeit mir Fürsorge, Zuneigung und Liebe verbunden ist - wo ist dann Raum für Gewalt.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 193)
Wasser-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Stellen Sie sich vor, dass Sie Wasser sind und es in Ihrer Welt nichts anderes
gibt als Wasser. Was für Lebewesen leben in Ihnen? Stellen Sie sich vor, dass
Sie die Weiten und Tiefen der Meere sind.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan hat diese Meditation in einem Meditationscamp gemacht.
Ist es möglich, die Gewalt zu beenden
(konditionieren: (veraltet) in Diensten stehen. Duden - Das Fremdwörterbuch,
ISBN 3-411-20915-1)
Was meinen Sie damit, wenn Sie von Gewalt sprechen? Wenn Sie der Sache einmal auf den Grund gehen, ist es wirklich eine interessante Frage, ob ein Mensch, der in dieser Welt lebt, ganz und gar aufhören kann, gewalttätig zu sein. Bestimmte Gesellschaften, religiöse Gemeinschaften haben versucht, auf das Töten von Tieren zu verzichten. Manche haben sogar gesagt: "Wenn man keine Tiere töten will, was ist dann mit den Pflanzen?" Sie können das so weit treiben, dass Sie nicht mehr existieren können. Wo ziehen Sie die Grenze? Gibt es eine nach eigenem Ermessen festlegbare Grenze, die von Ihrem Ideal, Ihrer Laune, Ihrer Norm, Ihrem Temperament oder Ihrer Konditionierung abhängt? Und sagen Sie dann: "Ich gehe bis hierhin und nicht weiter?" Gibt es einen Unterschied zwischen persönlicher Wut, die den Einzelnen gewalttätig handeln lässt, und dem organisierten Hass einer Gesellschaft, die eine Armee aufbaut, um eine andere Gesellschaft zu zerstören? Auf welcher Ebene und über welchen Aspekt der Gewalt diskutieren Sie? Oder wollen Sie darüber sprechen, ob der Mensch frei von jeglicher Gewalt sein kann und nicht nur von einem bestimmten Teilaspekt, den er als Gewalt bezeichnet? ...
Wir wissen, was Gewalt ist, ohne dass sie sich in Worten, Sätzen oder Taten ausdrückt. Wo soll ich anfangen als Mensch, in dem das Tier trotz jahrhundertelanger so genannter Zivilisation noch sehr lebendig ist? Soll ich an der Peripherie beginnen, welche die Gesellschaft ist, oder eher im Zentrum, das ich selbst bin? Sie sagen mir, ich soll nicht gewalttätig sein, weil das hässlich ist. Sie erläutern mir alle Gründe, und ich sehe, dass Gewalt ein schrecklicher Teil des Menschen ist - äußerlich wie innerlich. Ist es möglich, diese Gewalt zu beenden?
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 194)
Luft-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Nun stellen Sie sich vor, dass Sie nur Luft sind. Sie sind die Luft und andere
nutzen Sie. Vögel fliegen in Ihnen herum, Flugzeuge ebenso, Blätter fallen vom
Baum usw.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan hat diese Meditation in einem Meditationscamp gemacht.
Die Hauptursache von Konflikten
Glauben Sie nur nicht, dass der bloße Wunsch nach Frieden Ihnen bereits Frieden beschert, wenn Sie in Ihren alltäglichen Beziehungen aggressiv und habgierig sind oder nach psychischer Sicherheit hier oder im Jenseits streben. Sie müssen die zentrale Ursache von Konflikt und Leid verstehen und sie dann auflösen und dürfen nicht nur außen nach Frieden suchen. Aber die meisten von uns sind teilnahmslos. Wir sind zu träge, uns wirklich erfassen und verstehen zu wollen, und weil wir träge sind, was in Wirklichkeit eine Form von Selbstgefälligkeit ist, denken wir, dass andere das Problem schon für uns lösen und uns Frieden bescheren werden, oder dass wir die wenigen Leute, die Kriege anzetteln, beseitigen sollten. Wenn der Einzelne in innere Konflikte verstrickt ist, muss er zwangsläufig äußere Konflikte verursachen. Nur er kann in seinem eigenen Inneren Frieden schaffen und damit auch in der Welt, denn er ist die Welt.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 195)
Erde-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Stellen Sie sich vor, dass Sie Erde sind und in Ihnen die Bäume wurzeln und alle
möglichen Tiere ihre Höhlen in Ihnen bauen. Was passiert sonst noch so alles in
der Erde.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan hat diese Meditation in einem Meditationscamp gemacht.
. JuniErkennen Sie, dass Sie gewalttätig sind.
Das Tier ist gewalttätig. Die Menschen, die aus dem Tier hervorgegangen sind, sind ebenfalls gewalttätig. Es ist Teil ihres Wesens, gewalttätig zu sein, wütend zu sein, eifersüchtig zu sein, neidisch zu sein, nach Macht, Prestige, Status und was sonst noch alles zu streben, zu dominieren, aggressiv zu sein. Der Mensch ist gewalttätig - das hat sich in Tausenden von Kriegen gezeigt -, und er hat eine Ideologie geschaffen, die er Gewaltlosigkeit nennt. ... Und wenn es zu wirklicher Gewalt kommt, beispielsweise in Form eines Krieges zwischen diesem Land und dem Nachbarland, dann sind alle beteiligt. Sie tun es gern. Wenn Sie aber in Wirklichkeit gewalttätig sind und gleichzeitig das Ideal der Gewaltlosigkeit vertreten, befinden Sie sich in einem Konflikt. Sie versuchen ständig, gewaltlos zu werden - und das ist Teil des Konflikts. Sie halten sich unter Kontrolle, um nicht gewalttätig zu sein - was wiederum einen Konflikt und innere Spannung verursacht. Wenn Sie also gewalttätig sind und das Ideal der Gewaltlosigkeit haben, sind Sie im Grunde gewalttätig. Also müssen Sie sich zunächst bewusst machen, dass Sie gewalttätig sind, und nicht versuchen, gewaltlos zu werden. Die Gewalt zu sehen, wie sie ist, ohne zu versuchen, sie zu interpretieren, zu kontrollieren, zu überwinden oder zu unterdrücken, sondern sie so zu sehen, als würden Sie sie zu ersten Mal sehen - das bedeutet, sie ohne jeden Gedanken anzuschauen. Ich habe bereits erklärt, was wir damit meinen, einen Baum ahnungslos anzuschauen: Es bedeutet, ihn ohne ein Bild von ihm zu haben, anzuschauen. Genauso müssen Sie die Gewalt ohne das Bild anschauen, das in diesem Wort enthalten ist. Sie ohne jede Regung des Denkens zu betrachten bedeutet, sie anzuschauen, als würden Sie die Gewalt zum ersten Mal und deshalb ganz unschuldig betrachten.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 196)
Universum-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Stellen Sie sich vor, dass Sie irgendwo liegen und Ihr Körper sich immer mehr
vergrößert. Bald passt der Raum, in dem sie sich aufhalten, in Ihren Körper und
dann das Haus, dann die ganze Gegend, dann die Erde, dann der Mond, dann das
Sonnensystem, dann das ganze Universum. Wenn Ihnen bei dieser Meditation ein
Bild oder ein Zeichen gezeigt wird, dann merken Sie sich dieses. Damit können
Sie leicht in das universelle Bewusstsein (Buddha-, Christusbewusstsein) kommen.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Guruji Mohan hat diese Meditation in einem Meditationscamp gemacht.
Frei von Gewalt
(konditionieren: (veraltet) in Diensten stehen. Duden - Das Fremdwörterbuch,
ISBN 3-411-20915-1)
Können Sie Gewalt als eine Tatsache sehen - nicht nur außerhalb von Ihnen, sondern auch in Ihrem Innern - ohne einen zeitlichen Abstand zwischen Zuhören und Handeln? Das bedeutet, dass Sie allein schon durch den Vorgang des Zuhörens von der Gewalt frei werden. Sie sind vollkommen frei von Gewalt, weil Sie nicht zugelassen haben, dass sich Zeit dazwischen schiebt, eine Ideologie, durch die Sie die Gewalt loswerden können. Das erfordert sehr tiefe Meditation, nicht nur verbale Zustimmung oder Ablehnung. Wir hören nie wirklich zu. Unser Geist, unsere Gehirnzellen, sind so auf eine feste Vorstellung von der Gewalt konditioniert, dass wir die tatsächliche Gewalt nie wirklich anschauen. Wir betrachten die tatsächliche Gewalt durch die Brille einer Ideologie, und diese Form des Betrachtens erzeugt einen zeitlichen Abstand. Und wenn man Zeit zulässt, hat die Gewalt nie ein Ende. Sie zeigen weiterhin, dass sie gewalttätig sind, und predigen Gewaltlosigkeit.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 197 <>)
Meditation:
Segnung der Erde mit Herzens-Energie
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus, machen Sie immer eine kurze Pause in
der Atmung, beim vollen Atem und beim leeren Atem.
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summt das "M".
Visualisieren Sie den Planeten Erde vor sich, wie einen kleinen Ball.
Konzentrieren sie sich auf Ihr Herzchakra. Stellen Sie sich vor, wie ein
rosafarbenes Licht von Ihrem Herzchakra zum Planeten Erde strömt und segnen Sie
damit die Erde mit Ihrer Herzensenergie.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Copyright: Choa Kok Sui (vgl. 2 Herz-Meditation)
Einfach bewusst sein
Jede Form des Ansammelns, ob von Wissen oder Erfahrungen, jedes Ideal, jede Projektion des Geistes, jede Methode, die darauf abzielt, den Geist zu formen - wie er sein sollte und wie er nicht sein sollte - lässt offensichtlich unsere Fähigkeit zu forschen und Dinge zu entdecken verkümmern. ...
Ich glaube also, dass unser Forschen nicht auf die Lösung unserer unmittelbaren Probleme ausgerichtet sein sollte, sondern darauf, herauszufinden, ob unser Geist - sowohl der bewusste Teil als auch das Unbewusste, in dem alle Erinnerungen, alle Traditionen, alles ererbte Wissen der menschlichen Rasse gespeichert sind - ob dies alles beiseite gelassen werden kann. Ich glaube, das ist nur möglich, wenn der Geist fähig ist, sich all dessen bewusst zu sein, ohne irgendeinen Anspruch und ohne auf irgendeine Weise unter Druck zu stehen - einfach bewusst zu sein. Ich glaube, es ist eines der schwierigsten Unterfangen, so bewusst zu sein, denn wir sind immer im unmittelbaren Problem und der Suche nach seiner unmittelbaren Lösung verstrickt, und deshalb ist unser Leben so oberflächlich. Auch wenn wir noch so viele Analytiker aufsuchen, noch so viele Bücher lesen, eine Menge Wissen ansammeln, in Kirchen gehen, beten, meditieren, verschiedene spirituelle Praktiken ausüben, ist unser Leben dennoch sehr oberflächlich, weil wir nicht wissen, wie man etwas in ganzer Tiefe ergründet. Ich glaube, der Schlüssel zum Verstehen, zur Fähigkeit, sehr, sehr tief zu gehen und etwas bis zum Ursprung zu ergründen, liegt in der Bewusstheit - sich seiner eigenen Gedanken und Gefühle einfach bewusst zu sein, ohne zu verdammen, ohne zu vergleichen, einfach zu beobachten. Wenn Sie es ausprobieren, werden Sie sehen, wie außerordentlich schwierig das ist, denn wir werden nur dazu erzogen, zu verurteilen, zu akzeptieren, zu vergleichen.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 166)
Meditation:
Segnung der Erde mit göttlicher Energie
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus, machen Sie immer eine kurze Pause in
der Atmung, beim vollen Atem und beim leeren Atem.
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summt das "M".
Visualisieren Sie den Planeten Erde vor sich, wie einen kleinen Ball.
Konzentrieren sie sich auf Ihr Kronenchakra. Ihr Kronenchakra stellt die
Verbindung dar zu Ihrer göttlichen Energie. Stellen Sie sich vor, wie ein
strahlend weißes Licht von Ihrem Kronenchakra zum Planeten Erde strömt und
segnen Sie damit die Erde mit göttlicher Energie.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Copyright: Choa Kok Sui (vgl. 2 Herz-Meditation)
Kein Teil des menschlichen Geistes ist unkonditioniert
(konditionieren: (veraltet) in Diensten stehen. Duden - Das Fremdwörterbuch,
ISBN 3-411-20915-1)
Ihr Geist ist durch und durch konditioniert: Es gibt keinen Teil von Ihnen, der nicht konditioniert ist. Das ist eine Tatsache, ob es Ihnen gefällt oder nicht. Vielleicht sagen Sie, dass es einen Teil gibt - den Beobachter, das Höhere Selbst, der Atman -, der nicht konditioniert ist. Aber weil Sie darüber nachdenken, befindet er sich im Bereich des Denkens und ist daher konditioniert. Sie können so viele Theorien darüber erfinden, wie Sie wollen, Tatsache ist jedoch, dass Ihr Geist durch und durch konditioniert ist, sowohl der bewusste Teil als auch das Unbewusste, und jede Anstrengung, die er unternimmt, um sich zu befreien, ist ebenfalls konditioniert. Was soll der Geist also tun? Oder besser gesagt, in welchem Zustand befindet sich der Geist, wenn er weiß, dass er konditioniert ist, und erkennt, dass jede Anstrengung, die er unternimmt, um sich zu entkonditionieren, immer noch konditioniert ist?
Wenn Sie also sagen: "Ich weiß, dass ich konditioniert bin", wissen Sie es dann wirklich, oder ist es nur eine verbale Feststellung? Erkennen Sie es mit der gleichen Durchschlagkraft, mit der Sie eine Kobra sehen? Wenn Sie eine Schlange sehen und wissen, dass es eine Kobra ist, handeln Sie sofort, unmittelbar. Und hat es, wenn Sie sagen: "Ich weiß, dass ich konditioniert bin" dieselbe lebenswichtige Bedeutung wie Ihre Wahrnehmung der Kobra? Oder ist es nur ein oberflächliches Anerkennen der Tatsache, und kein wirkliches Erfassen der Tatsache? Wenn ich die Tatsache, dass ich konditioniert bin, wirklich erkenne, tut sich unmittelbar etwas. Ich muss mich nicht bemühen, mich zu entkonditionieren. Allein schon die Tatsache, dass ich konditioniert bin, und das Erkennen dieser Tatsache führt zu unmittelbarer Klarheit. Die Schwierigkeit liegt darin, dies nicht in dem Sinne zu erkennen, dass man sich der vollen Bedeutung dieser Tatsache bewusst ist und sieht, dass alles Denken konditioniert ist, wie subtil, wie schlau, wie differenziert oder philosophisch es auch sein mag.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 167)
Meditation:
Segnung der Erde mit Herzens- und göttlicher Energie
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus, machen Sie immer eine kurze Pause in
der Atmung, beim vollen Atem und beim leeren Atem.
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summt das "M".
Visualisieren Sie den Planeten Erde vor sich, wie einen kleinen Ball.
Konzentrieren sie sich auf Ihr Herzchakra und gleichzeitig auf Ihr Kronenchakra.
Stellen Sie sich vor, wie ein rosafarbenes Licht von Ihrem Herzchakra zum
Planeten Erde strömt und gleichzeitig strahlend weißes Licht von Ihrem
Kronenchakra zur Erde strömt. Segnen Sie damit die Erde mit Ihrer Herzensenergie
sowie gleichzeitig mit göttlicher Energie.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Copyright: Choa Kok Sui (vgl. 2 Herz-Meditation)
Die Last des Unbewussten
Im Innern, im Unbewussten, lastet das ungeheure Gewicht der Vergangenheit auf Ihnen und schiebt Sie in eine bestimmte Richtung. ...
Wie kann man all das ausradieren? Wie kann das Unbewusste unmittelbar gereinigt werden? Die Analytiker meinen, man könne das Unbewusste durch die Analyse teilweise oder sogar vollständig befreien - durch Untersuchen, Forschen, Beichten, durch die Deutung von Träumen und so weiter - so dass man zumindest zu einem "normalen" Menschen wird und in der Lage ist, sich an das gegenwärtige Umfeld anzupassen. Aber bei der Analyse gibt es immer den Analysierenden und das, was analysiert wird, einen Beobachter, der das, was er beobachtet, interpretiert, und das ist eine Dualität, eine Quelle des Konflikts.
Ich erkenne also, dass bloßes Analysieren des Unterbewussten nirgendwo hinführt. Es hilft mir vielleicht, ein bisschen weniger neurotisch zu sein, ein bisschen freundlicher zu meiner Frau, meinem Nachbarn oder etwas ähnlich Oberflächliches, aber davon sprechen wir nicht. Ich sehe, dass der analytische Prozess - der Zeit beinhaltet, Interpretationen und die Aktivität des Denkens in Form eines Beobachters, der das Beobachtete analysiert - das Unbewusste nicht befreien kann. Deshalb lehne ich den analytischen Prozess komplett ab. In dem Moment, in dem ich es als Tatsache erkenne, dass die Analyse mich unter keinen Umständen von der Last des Unbewussten befreien kann, ist es für mich mit der Analyse vorbei. Ich analysiere nicht mehr. Was ist also geschehen? Weil es nun keinen Analysierenden mehr gibt, der von dem, was er analysiert, getrennt ist, ist er das, was analysiert wurde. Er ist kein davon getrenntes Etwas. Dann stellt man fest, dass das Unbewusste ziemlich bedeutungslos ist.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 168)
Meditation des Verzeihens:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus, machen Sie immer eine kurze Pause in
der Atmung, beim vollen Atem und beim leeren Atem.
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Ganz langsam erinnern Sie sich jetzt an Menschen, denen Sie Schmerz oder Schaden
zugefügt haben, eomotional oder körperlich. Bitten Sie sie um Vergebung. Spüren
Sie die Freude, dass Ihnen vergeben wird.
Ganz sanft erinnern Sie sich nun an Menschen, von denen Sie verletzt wurden,
emotional oder körperlich. Vergeben Sie Ihnen. Spüren Sie die Freude zu
vergeben.
Copyright: Choa Kok Sui (vgl. 2 Herz-Meditation)
Die Pause zwischen den Gedanken
(konditionieren: (veraltet) in Diensten stehen. Duden - Das Fremdwörterbuch,
ISBN 3-411-20915-1)
Ich sage also, dass der Geist definitiv frei von jeglicher Konditionierung sein kann - aber es geht nicht darum, dass Sie meine Autorität akzeptieren. Wenn Sie es aufgrund meiner Autorität akzeptieren, werden Sie es niemals selbst herausfinden, es wird nur ein weiterer Ersatz und somit ziemlich bedeutungslos sein. ...
Zum Verstehen des gesamten Vorgangs der Konditionierung gelangen Sie nicht durch Analyse oder Innenschau, weil der Analysierende, sobald er ins Spiel kommt, selbst Teil des geistigen Hintergrundes ist, und deshalb ist die Analyse ohne Bedeutung.
... Wie kann der Geist frei werden? Um frei zu sein, muss er nicht nur sehen und verstehen, dass er wie ein Pendel zwischen der Vergangenheit und der Zukunft hin und her schwingt, sondern muss auch den Zwischenraum zwischen den Gedanken wahrnehmen. ...
Wenn Sie ganz genau aufpassen, werden Sie feststellen, dass es, obwohl die Reaktionen, die Bewegungen des Denkens so schnell abzulaufen scheinen, zwischen den Gedanken Lücken oder Pausen gibt. Zwischen zwei Gedanken gibt es einen Moment der Stille, der nicht mir dem Denkprozess verbunden ist. Wenn Sie das beobachten, werden Sie feststellen, dass dieser Moment der Stille, diese Pause, außerhalb der Zeit ist. Und die Entdeckung dieses Zeitraums, ihn voll zu erleben, befreit Sie von der Konditionierung - oder, besser gesagt, sie befreit nicht "Sie", sondern es findet eine Befreiung von der Konditionierung statt. ... Nur wenn der Geist das Denken nicht kontinuierlich aufrechterhält, wenn er still ist - mit einer Stille, die nicht herbeigeführt wurde, die keine Ursache hat - nur dann kann man frei vom geistigen Hintergrund sein.
(Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens, S. 169)
Liebes-Friedens-Meditation:
Nehmen Sie Ihre Meditationshaltung ein. Sie können die Meditation im Sitzen oder im Liegen machen, so wie es für Sie am besten ist:
Atmen Sie tief ein - atmen Sie tief aus, machen Sie immer eine kurze Pause in
der Atmung, beim vollen Atem und beim leeren Atem.
Atmen Sie ein - aus etwa 6 Mal
Daraufhin singen Sie 6 mal das OM. Singen Sie auf einer Tonlage ein langes "O" und danach
summen Sie das "M".
Erinnern Sie sich an einen glücklichen Moment in Ihrem Leben. Einen Moment, in
dem Sie jemand geholfen haben. Einen Moment, in dem Sie verliebt waren. Einen
Moment, in dem Sie sich Gott nahe fühlten. Genießen Sie diesen glücklichen
Moment mit einem Lächeln.
Übertragen Sie dieses Glücksgefühl zu jedem Menschen, der Ihnen gerade einfällt.
Senden Sie das Glück auch zu Regionen, die Ihnen wichtig sind, z.B. dort, wo
Ihre Angehörigen wohnen oder Sie wohnen. Senden Sie dieses Glücksgefühl auch an
Ihr Land und überall dorthin, wo es Ihnen gerade einfällt.
Wünschen Sie allen Liebe und Frieden. Schicken Sie allen Staaten im Krieg und
in Auseinandersetzungen Liebe und Frieden.
(Machen Sie diese Übung mehrere Minuten lang)
Copyright: Choa Kok Sui (vgl. 2 Herz-Meditation),
Eine spirituelle Aussage aus:
Jiddu Krishnamurti / Das Buch des Lebens
Gedanken für jeden Tag
ISBN 3-89620-265-0
Eine Meditation des Tages aus:
Guruji Mohan: Die Wahrheit ist immer da, S. 61; Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Gisela Maria Vöcking. Das Buch ist erhältlich durch: Lebensenergie 'Guruji Mohan' Postfach 1238, 65532 Limburg
Shakti Gawain/Reflektionen im Licht - Ein Buch für jeden Tag
Sphinx Medien Verlag, Basel
ISBN 3-85914-617-3
esotera: Neues Denken und Handeln
esotera ist das weltweit größte Magazin für neues Bewusstsein, 100.000 Leser! Jeden
Monat 100 Seiten. Zu bestellen bei: Verlag Hermann Bauer KG, Kronenstr. 2, 79100 Freiburg,
Tel: 0761-70820.
Aufzeichnungen aus einem Meditationscamp von Guruji Mohan im Kloster Walberberg bei Brühl.
Choa Kok Sui, der Begründer der Pranaheilung hat viele Bücher geschrieben und CD's besprochen. Er hat auch die Meditation über die 2 Herzen herausgebracht. Informationen über ihn finden Sie unter Pranaheilung auf dieser Website. Die vorgestellten Kurzmeditationen sind in der Meditation über die 2 Herzen enthalten.