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Vortrag von Guruji Mohan: Bremen, 25.07.1999:
Der Beginn der Übersetzung anhand von Notizen, zunächst nicht wortgetreu:
(Ich möchte heute über Yoga sprechen. Jeder von uns und von Ihnen kennt Yoga, und hier im Westen ist es genauso verbreitet wie im Osten. Egal, wohin man reist, alle Welt kennt Yoga. Heute möchte ich aber meine eigene Einschätzung, meinen eigenen Kommentar über Yoga abgeben, weil Tausende von Schriften und Worte gesprochen sind. Und ich möchte herausheben, dass der Begründer von Yoga Patanjali ist und dass es in Indien, anders als hier, gar keine Chronologie der Ereignisse gibt und auch kein geschichtliches Bewusstsein in dem Sinne. Und von daher ist es relativ unwichtig, wann er gelebt hat. (Ein kurzes Vorgespräch machte deutlich, dass er weit vor Christus gelebt hat, aber ansonsten ist das in Indien nicht wichtig. Das heißt, es gibt in Indien in dem Sinne keine Chronologie und Geschichte von Menschen, die berühmt sind.) Wichtig dabei ist, dass man überhaupt geboren sein muss, weil die Tatsache der Geburt auch die Tatsache des Todes mit einschließt. (Und von daher, weil man in Indien glaubt, immer wieder geboren zu werden, ist eine Chronologie, wie wir sie kennen, nicht sehr sinnvoll. Wenn man davon ausgeht, dass man eine Chronologie braucht, wird man auch zu der Folgerung kommen, dass es Vorausschauen geben wird. Wenn man sich an Ereignissen festhält (orientiert), dann wird es auch Voraussagen geben über etwas anderes, das daraus entstehen wird. In Indien gibt es also eine ganz andere Herangehensweise als hier. In Indien sagen die Menschen, dass man, wenn man Freiheit, seine innere Freiheit, Erlösung findet, dann ist (wird) man nicht geboren.)
Es geht um Yoga (...) dann sagen die Menschen in Indien, er wurde nicht geboren. Er existiert und er wird nicht sterben. Dann erkannte er, dass es viele Geburten, viele Tode gibt. Das hat zur Folge, dass diese Person auch nicht stirbt. Von daher ist es sinnlos, Geschichte zu schreiben (Chroniken zu führen). Solche Art von Geschichte macht nur Sinn für Menschen im Westen oder den USA . Wir (in Indien) haben keine solche Art der Geschichtsschreibung. Es gibt keine Geschichtsschreibung über diesen Begründer des Yoga und darüber, was er dazu beitrug. Das ist sehr wichtig für uns. Es ist nicht wichtig, wann und wo er geboren wurde. So gilt es, als erstes zu verdeutlichen: Es gibt keine Geschichtsschreibung über diesen Heiligen, diesen Begründer (des Yoga).
Jetzt möchte ich meine eigene Definition seiner Arbeit vorstellen. Ich möchte einige Strophen seines Buches zusammenstellen. Patanjali gibt eine mathematische Anleitung. Bevor wir uns den Versen zuwenden, müssen wir zuvor einige Sachverhalte verstehen. Das erste ist – Yoga ist keine Religion. Yoga und Religion sind etwas Verschiedenartiges. Sie kennen Physik, Grundsätze der Ethik, chemische Formeln. Sie wissen, dass Wasser kocht, wenn man es bis zu einem bestimmten Grad erhitzt. Es gibt bestimmte Prinzipien. Auf Basis dieser Prinzipien lassen sich bestimmte Voraussagen machen. Es gibt bestimmte Prinzipien beim Yoga. Auf Basis dieser bestimmten Prinzipien kann man Voraussagen machen. Voraussagen zu machen ist möglich, im Bereich der (Natur) Wissenschaften. Die erste wichtige Tatsache lautet: Yoga ist keine Religion.
Was ist Religion? Religion bedeutet, dass bestimmte Arten von Dogmen vorkommen, bestimmte Gedanken und bestimmte Arten von Vorstellungen. Aber Yoga – das wurde von diesem Mann entdeckt. Er kritisierte sowohl die Religion als auch Sekten. Er sagt den Menschen, wenn Ihr bestimmte Bedingungen erfüllt (Zustände erreicht), dann wird dies (etwas Bestimmtes als Folge davon) geschehen. Von daher ist Yoga keine Religion. Und (un-?)glücklicherweise wurde das von den Indern entdeckt, und Inder, das ist eine Tendenz bei Indern, sie wollen aus allem eine Religion machen. Wenn es materiell orientierte Menschen gibt, dann machen sie daraus auch eine Religion. Wenn es einen Baum gibt, wird er zu einem Teil der Religion, wenn es einen Fluss gibt, wird er in die Religion aufgenommen. Das ist so üblich in Indien. Als erstes ist also deutlich, dass Yoga mit Indien verbunden ist, aber es ist nicht mit irgendeiner Art von Sekte verknüpft, irgendeiner Art von Religion, irgendeiner Art von Muslimen, irgendeinem Hindu. Ein Christ kann Yogi sein, ein Muslime kann Yogi sein. Dies (Yoga) ist eine Formel ebenso wie die Formel für Wasser oder eine Formel aus der Physik.
Als zweites möchte ich deutlich herausstellen: Jede Religion basiert auf einer bestimmten Art von Glauben. Das Christentum beruht auf einer bestimmten Art von Glauben, Hinduismus beruht auf einer bestimmten Art von Glauben, die Muslime – dieses „-ismus“ beruht auf einer bestimmten Art von Glauben. Aber im Yoga gibt es keinen Glauben. Ob man glaubt oder nicht, ist ohne Bedeutung. Für Yoga spielt es keine Rolle, ob man glaubt, oder ob man nicht glaubt.
Ich möchte ein wenig meine eigenen Vorstellungen über Glauben beschreiben:
Was heißt Glauben? Wenn Sie an Gustav Jung zurückdenken: Was heißt Glauben? Glauben – man hat bestimmte Vorstellungen. Diese bestimmten Vorstellungen werden sich an einem bestimmten Ort erfüllen. Wenn Sie zum Beispiel an mich glauben, dann werden Sie zur selben Zeit nicht an jemand anderen glauben, der nicht dieselben Qualitäten und die selben Eigenschaften hat wie ich. Ich möchte diese Sache etwas weiter ausführen: Wenn Sie z.B. an Jesus Christus glauben, wenn Sie an die Kirche glauben, dann bedeutet das, dass Ihr Glaube in Ihrem Verstand einen bestimmten Zustand erzeugt. Gleichzeitig sind Sie voller Unglauben an die Institution (Kirche) und Jesus, der Person gegenüber, die nicht die Qualitäten von Jesus Christus hat. Sie glauben z.B. an die römisch-katholische Kirche und zur selben Zeit ist ihr Verstand voller Unglauben dem Protestantismus gegenüber. Die Glaubenswissenschaft erzeugt Unglauben in ihrem Verstand. Das ist ganz logisch, wenn Sie an eine Person glauben, dann haben Sie Unglauben einer anderen Person gegenüber. Dieses Glauben – Nicht-Glauben führt zu einem Bruch in Ihrem Verstand, und dieser Bruch behindert den Energiefluss. Wir lesen die Geschichte der Menschheit, wir lesen die Geschichte unserer Religion, die Geschichte von Gläubigen und von Nicht-Gläubigen. In dieser Geschichte finden wir bestimmte Arten von Sekten, bestimmte Arten von Dogmen vor, und diese Dogmen und Sekten, sie streiten miteinander, und Krieg entsteht. Und dieser Krieg zerstörte die Einheit der Menschheit. Daher geht Yoga nicht von dem Glauben(smuster) aus, dass Sie an Yoga glauben oder nicht glauben. Wenn Sie allerdings bestimmte Dinge tun, dann werden Sie feststellen, dass Sie damit etwas erreichen.
Ich habe also zwei Grundsätze beschrieben:
Der erste Grundsatz: Yoga ist keine Religion.
Der zweite Grundsatz: Yoga beruht nicht auf irgendeiner Art von Religion.
Ich habe eine Geschichte gehört und diese Geschichte ist sehr interessant. Ich habe ein Buch gelesen, und die Figur darin war Nassir Rudin. Nassir Rudin und seine Frau lebten beide ein glückliches Leben. Aber unglücklicherweise haben sie kein Kind (in ihrem Haus). Das war das Problem. Mit allen Mittel versuchten sie, ein Kind zu bekommen. Nassir Rudin konsultierte viele Ärzte, viele Allgemeinmediziner, viele Tantriker (wie in Deutschland Homöopathen). Nassir Rudin suchte so viele Menschen auf, um ein Kind haben zu können, weil er deutlich älter wurde, und das ist in Indien ein gesellschaftliches Problem. In Deutschland mag das einfach sein, ohne Kind zu leben, aber in Indien ist ein Leben ohne Kind sehr schwierig. Wenn ein Mann nach draußen geht, zeigen die Leute mit dem Finger auf ihn und sagen: Das ist der Mann, der kein Kind hat. Wenn eine Frau das Haus verlässt und nach draußen geht(?), dann werden viele Fragen gestellt: „Aus welchem Grund hast du keine Kinder? Ist mit Nassir Rudin alles in Ordnung oder (etwa) nicht? Ist bei Nassir Rudin irgendetwas defekt?“ So ging es zu, und diese Art von Gerede frustrierte die Eheleute. Sein Verstand ist die ganze Zeit von dieser Frustration besessen. Sie denkt immerzu an das Kind. Und eines nachts schliefen sie in ihrem Bett. Und in der Nacht stellte die Frau eine Frage: „Oh, lieber Nassir Rudin, wenn wir ein Kind haben, wo soll dieses Kind schlafen?“ Nassir Rudin rutschte etwas auf und lachte: “Dieses Kind wird zwischen uns schlafen, in der Mitte zwischen uns.“ Dann fragte die Frau wieder: „Oh, lieber Nassir Rudin, und wenn ein zweites Kind kommt, wo wird es schlafen?“ Nassir Rudin schob seinen Körper etwas weiter weg und sagte.“ Das zweite Kind wird zwischen uns schlafen. “Jetzt war Nassir Rudin an der Bettkante angekommen, und so redeten sie. Und Sie wissen, wie das mit dem Wünschen so ist. Sie sind nicht erfüllt. Und in ihren Träumen und in ihren Gesprächen kamen zwei Söhne, zwei Kinder vor. Aber die Frau war nicht zufrieden. Und wieder fragte sie nachts, wenn dann das dritte Kind geboren wäre, wo solle es dann schlafen? Da rutschte Nassir Rudin wieder ein wenig weiter und fiel aus dem Bett und sein Bein war gebrochen. Als das Bein gebrochen war, schrie er. Aber es war Mitternacht, als er schrie. Und die Nachbarn hörten seine Stimme und kamen: „Was ist los ? Was ist passiert?“ Sie öffneten die Tür. Und das ist eine ganz wichtige Zeile: Nassir Rudin weinte. Sein Bein war gebrochen und er sagt: „Dies Kind ist nicht geboren, aber mein Bein ist gebrochen. Was wird erst alles passieren, wenn es geboren wird?“
Das ist die Geschichte. Und nun überlegen Sie selbst. Denken Sie nach über Ihren Verstand, über ihre Wünsche, über die Wahrheit. Nietzsche sagt, der Mensch lebt in Lügen, der Mensch kann mit der Wahrheit nicht in Kontakt kommen, weil sein Verstand beständig Hoffnung erschafft. Der Verstand eines Menschen erzeugt immerzu Träume. Überlegen Sie selbst. Sie leben heute schon bezogen auf (wegen) morgen. Und wenn morgen kommt, was wird sein? Morgen kommt so wie heute, und wieder werden Sie Ihre Wünsche auf das Morgen voranschieben. Unglücklicherweise leben Sie nicht im Heute. Sie produzieren eine bestimmte Art von Traum, eine bestimmte Art von Hoffnung, eine bestimmte Art von Wunsch für das Morgen. Und so geht es jeden Tag. Tatsächlich leben Sie nicht in der Gegenwart. Eigentlich leben Sie in der Zukunft. Sie schaffen sich einen schönen Traum. Sie machen sich angenehme Hoffnung. Sie haben einen schönen Wunsch – nicht für heute, für morgen. So ist der Zustand eines jeden Menschen. Yoga sagt: Wenn dein Verlangen erlischt, wenn deine Hoffnung aufhört, dann ist dein Geistes-/ Gemütszustand der von Hoffnungslosigkeit. Du bist ganz und gar frustriert. Und nun Yoga: Wenn dein Geisteszustand so ist, dann kannst du erfahren, was Yoga ist. Patanjali sagt in der ersten Strophe – und dies ist aus dem Sanskrit: (...) Die Bedeutung lautet: „Jetzt die Disziplin des Yoga.“ Wir müssen jedes Wort verstehen.
„Jetzt die Disziplin des Yoga.“ Wie lautet die Bedeutung von „jetzt“? Sie sind Hoffungen begegnet. Sie sind Wünschen begegnet. Sie haben angenehme Träume geschaffen. Aber Sie haben auch Erfahrungen (gemacht). Sie haben die Erfahrung schöner Träume gemacht. Sie haben die Erfahrung schöner Wünsche gemacht. Und wenn dieser Wunsch nicht erfüllt wird, sind Sie nicht zufriedengestellt. Dann wünschen Sie sich etwas Neues. Das ist Ihre Angewohnheit. Jeden Tag aufs neue schaffen Sie einen neuen Wunsch. In jedem einzelnen Augenblick können Sie fünf bis zehn Mal neue Wünsche erschaffen, weil Ihr Verstand träumt. Sie sind körperlich hier anwesend, um mir zuzuhören, aber unglücklicherweise (leider) denken Sie an etwas anderes. Sie können mich hören oder auch nicht. (Rein) körperlich sind Ihre Ohren hier, sind Ihre Augen hier. Ich weiß nicht, ob Sie mir zuhören oder nicht, denn in Ihrem Verstand gibt es eine bestimmte Art von Traum, der dort umgeht. Ihr Verstand ist besetzt von einer bestimmten Art von Traum. Sie sind beschäftigt mit einer bestimmten Art von Traum. Wenn Ihr Verstand von einer bestimmten Art von Traum besetzt ist, wenn Sie mit einer bestimmten Art von Traum beschäftigt sind, dann hören Sie mir nicht zu. „Jetzt die Disziplin des Yoga.“ (Zwischenfrage...) Ich werde Ihnen später Zeit geben. Zunächst werde ich sprechen. Sie können sich das aufschreiben, wenn Sie etwas fragen möchten. Ich werde Ihnen nachher Zeit geben.
„Jetzt die Disziplin des Yoga.“ Patanjali sagt (damit), wenn Ihr bereit seid hinzuhören, wenn Ihr bereit seid zu schauen, wahre (Er-)Kenntnis, wenn Ihr bereit seid (für) wahres Wissen, wirkliche (echte) Gedankenkraft, weil Ihr von Euren Sinnen ausgeht. Immerzu hören Sie etwas, da gibt es einen Übermittler, beständig hören Sie etwas, da ist eine Übermittlungsinstanz. Und diese Übermittlungsinstanz gibt Ihnen möglicherweise verfälschte Informationen oder richtige oder verkehrte. Z.B. in der Nacht träumen Sie (sehen Sie einen Traum). Ihre Augen und Ohren geben Ihnen Informationen. Und das ist möglich. Wenn Sie LSD oder eine bestimmte Art von Drogen nehmen, können Ihre Sinne Sie täuschen, dann könne Ihre Sinne Sie betrügen. Ich habe mir Gedanken (dazu) gemacht. Letztes Jahr las ich davon in der Zeitung, dass eine Frau, ein Mädchen in den USA, in New York, die jeden Tag LSD nahm, und wenn sie LSD genommen hatte, dann dachte sie, mit ihrem Verstand, in ihrem Traum: „Ich kann fliegen, ich habe Flügel.“ Und sie versuchte zu fliegen. Und als sie versuchte, aus der 17. Etage des Hauses zu fliegen, fiel sie herunter und starb. So sind (arbeiten) Ihre Sinne. In einer Nacht kommen Sie an einer dunklen Ecke vorbei, und Sie seufzen, oh, und ganz plötzlich übermitteln Ihre Augen Ihnen die Information, dass dort eine Schlange ist, und Sie beginnen wegzulaufen. Sie lieben z.B. eine Frau. Falls die Frau hässlich ist, wird sie aufgrund Ihrer Liebe zu der schönsten Frau der Welt. Das sind Ihre Sinne. Und so bilden die Sinne Ihren Ausgangspunkt. Wenn Sie von Ihren Sinnen ausgehen, dann beruht alles auf Ihren Augen, auf Ihren Ohren, Sie haben keinen unmittelbaren Kontakt.
Wenn Sie unmittelbaren Kontakt haben, sagt Patanjali, „Jetzt beginnt die Disziplin des Yoga.“ Das Wort Disziplin umfasst drei qualitative Bedeutungen. (Es gibt) Drei Qualitäten in Disziplin, denn Disziplin liegt (von der Bedeutung her) sehr nahe bei „disciple“ (engl.: Anhänger; Jünger von Jesus, z.B.):
Ø Zu sein – Wenn Sie hier sind, ganz und gar anwesend, Körper und Geist – das ist sein.
Ø Zu wissen – Die Sprache ist dabei kein Problem, ob ich auf Englisch spreche oder in Hindi, das ist kein Problem. Wenn Ihr Unbewusstes hier ist, dann könne Sie mir zuhören und selbst beurteilen, was ich sage (wovon ich spreche).
Ø Zu sein, zu wissen und zu lernen – Patanjali sagt, wenn eine Person bereit ist Yoga zu lernen, dann muss sie diese drei Qualitäten erfüllen. Wenn jemand diese drei Qualitäten erfüllt, dann folgt der nächste Schritt von selbst.
(Guruji rezitiert aus Patanjalis Versen) Dies ist eine Strophe aus dem Sanskrit. Sie besagt: „Was ist Yoga?“ Das meint .......... (unverständlich) des Verstandes / Geistes ist Yoga. Lassen Sie uns ein wenig beschreiben, was Verstand / Geist bedeutet. Biophysisch und psychologisch (betrachtet), gibt es da nichts Substantielles im Körper. Geist / Verstand ist eine Aktivität. Es gibt nichts Stoffliches (dieser Art). Die modernen Naturwissenschaftler stimmen mit dieser Argumentation überein. Geist / Verstand ist eine Aktivität / Tätigkeit. Wie ist das gemeint? Sie gehen z.B. und nach einer Weile beenden Sie das Gehen und setzen sich hin. Dies Gehen ist eine Aktivität / Tätigkeit. Aber wenn Sie sich setzen, gibt es kein Gehen. Mit anderen Worten, wenn Sie lachen, ist dieses Lachen eine Aktivität. Wenn Sie aufhören zu lachen, wo ist dann das Lachen? Jetzt gibt es kein Lachen mehr, das Lachen ist beendet. Auf dieselbe Art und Weise denken Sie die ganze Zeit, genauso wie (Sie) gehen und lachen. Ihr Geist / Verstand arbeitet ständig. Verschiedenste Gedanken kommen immerzu in Ihren Verstand, unterschiedlichste Arten von Träumen. Sie haben keinen Frieden in Ihrem Geist /Verstand. Immerzu geschieht Denken. Ich kenne ...................(Tonbandwechsel) wegen der Sprache. Und aus dem Wort wurde “dschhana”(?) (Es folgen Sanskrit-Worte ….) Und dies „...dhyana....“ wurde zu „.dschana....“ in China. Und diese Ideologie reiste von China nach Japan. Und in Japan wurde aus “dschana” > “tschen“ (Jain? Zen?), “tschen“-philosophy. Also entsprechend Zen-philosophy, weil Bodhidharma der Begründer der Zen-Philosophie war – also...
Bodidharma reiste nach China. Als er in China ankam, hörte der chinesische König (der Kaiser von China) von ihm, von dem Geheimnis, das ihn umgab, wie er mit den Menschen arbeitet. Da wollte der König von China den Heiligen besuchen. Er suchte also Bodidharma auf und stellte seine Frage (brachte sein Anliegen vor): „Ich habe keinen Frieden in meinem Geist.“ Im allgemeinen stellen wir solche Fragen (haben wir solche Themen), denn von einem König lässt sich nicht erwarten, dass er ein besonders spiritueller Mensch ist. Dieser König stellte Bodidharma diese Frage (beschrieb das Anliegen), „dass ich keinen Frieden in meinem Geist habe“. Und Bodidharma lachte. Und Bodidharma sagte zum König,:“ Heute bin ich sehr beschäftigt, aber kommt morgen und bringt Euren Geist / Verstand mit.“ Nachts schlief der König in seinem Palast, er dachte nach über diesen Heiligen, über diesen Weisen. Dieser Weise trug ihm auf: „Bring deinen Geist mit, aber mein Geist lebt in meinem Körper“. So dachte er. Ob er diesen Verrückten aufsuchen solle oder nicht, diese Vorstellungen kamen dem König in den Sinn. Aber schließlich dachte er: „Das ist ein charismatischer Mann, ein mathematisch-geschulter Mann. Bodhidharma sieht aus wie ein mehmet (?). Bodidharma sieht aus wie ein charismatischer Mann. Daraufhin entschied der König, ihn nochmals zu besuchen. Am folgenden Tag zu der festgelegten Zeit ging der König dorthin. Bodidharma saß dort mit all seinem Zeug, weil er in eine andere Stadt ziehen wollte. Bodidharma sah den König sofort und stellte (ihm) die Frage:“ Habt Ihr Euren Geist / Verstand mitgebracht? Der sagte zu ihm: „Mein Verstand ist in meinem Körper.“ Bodidharma lachte: „ Oh, das ist jetzt klar, dass Euer Verstand in Eurem Körper lebt. Jetzt schließt die Augen und findet heraus, wo Euer Verstand ist.“ Dann schloss der König die Augen und bemühte sich, herauszufinden, wo sein Verstand ist. Aber das war schwierig. Verstand ist nichts Stoffliches. Ab und an fand er bestimmte Gedanken, und wieder bestimmte Gedanken. Soviel er auch schaute – immer wieder Gedanken, Gedanken, Gedanken. Während er in seinen Verstand betrachtete, hielt der Ablauf von Gedankenbewegung an. Der Prozess des Gehens hielt inne. Der Prozess des Lachens hielt inne. Bitte hören Sie mir genau zu bei dem, was ich Ihnen berichte. Als Bodidharma den König aufforderte: “Findet Euren Verstand in Eurem Körper, schließt Eure Augen,“ schloss der König die Augen und begann herauszufinden, was Geist / Verstand ist. Aber unglücklicherweise ist der Verstand nichts Materielles, der Geist ist nichts Stoffliches. Geist ist der subtile (allerfeinste) Bereich Ihres Körpers. Er konnte keinen Verstand finden, sondern er fand Gedanken. Und als er sich die Gedanken betrachtete, da gingen die Gedanken weg. Sie sind dabei zu verschwinden. Als die Gedanken dabei sind zu verschwinden, öffnete der König nach einer Weile seine Augen und seine Augen waren verändert. Seine Augen sahen aus wie Stille. Seine Augen sahen aus wie Frieden.
Ich habe Ihnen gesagt, Verstand ist eine Aktivität. Genauso wie auch Gehen eine Aktivität ist und auch Lachen eine Aktivität ist. Wenn Sie Ihre Aktivitäten beenden, dann entsteht Frieden. Von dem Tag an begannen die Zen-Leute mit dem „No Mind“. Dieses Wort - „No Mind“. Wenn Sie sich darum bemühen, Ihren Verstand in Ihrem Körper zu finden, was wird geschehen? Es bedeutet, dass Ihre Energie jetzt an dem Vorgang der Gedanken(formung) nicht mitarbeitet. Wenn Ihre Energie an dem Prozess der Gedanken(formung) nicht mitarbeitet, dann wird dieser Prozess aufhören und Sie werden im „No Mind“ sein. Aber das Problem ist folgendes: Seit vielen, vielen Geburten (Leben) sind Sie daran gewöhnt zu denken, seit Millionen von Leben, vielen, vielen Leben denken Sie ständig. Sie haben so viel Bewegung, so viel Energie in Ihrem Verstand. Und daher denkt dieser Verstand immerzu ohne Ihre Kontrolle (darüber). Bodidharma sagt, wenn Sie Ihren Verstand anschauen, dann arbeitet Ihre Energie auf ganz, ganz allmähliche Art und Weise nicht mit dieser Bewegung zusammen, und dann wird ganz, ganz allmählich diese Bewegung (der Gedanken) aufhören und Sie werden im „No Mind“ sein.
Und was ist dieses „No Mind“? (Guruji rezitiert den Patanjali-Vers, Sanskrit) Was bedeutet „No Mind“? Abspaltung von Gedanken, Abspaltung von Verstand. Das heißt „No Mind“? Das Anhalten des Denkens. Was heißt „No Mind“? Wenn Sie aufhören zu denken, wenn es keinerlei Gedanken gibt, dann werden Sie ganz plötzlich im gegenwärtigen Augenblick sein. Dann werden Sie ganz plötzlich auf Ihre eigene Realität treffen. Dann wird ganz plötzlich die Wahrheit da sein. Ganz plötzlich wird Nietzsche Unrecht haben. Weil Sie an Lügen glauben.
Ich möchte nicht mehr viel Zeit in Anspruch nehmen, nur noch etwas:
Xuantsu, das ist ein Name, Xuantsu ist ein Heiliger. Er wurde im 14. Jahrhundert geboren. Eines abends, er hatte einen großen Ashram und viele Anhänger, er war ein Guru, und viele seiner Anhänger lebten dort. Er war auch ein Zen-Lehrer. Dieser Xuantsu träumte eines nachts (er sah einen Traum): In diesem Traum wurde er zu einem Schmetterling. Er hatte nachts diesen Traum, in dem er zum Schmetterling wurde. Am Morgen, als er aufstand, war er sehr traurig. Seine Schüler kamen am Morgen zusammen:“ Der Lehrer ist sehr traurig, was ist das Problem?“ Xuantsu sagte ihnen: „Letzte Nacht hatte ich einen Traum. In dem Traum war ich ein Schmetterling.“ Die Schüler sagten zu ihm: „Das kommt häufig vor, jeder Mensch träumt. Aber Ihr seht sehr traurig aus. Heute habt Ihr an gar nichts Interesse.“ Dann beschreibt Xuantsu folgendes : „Ich bin traurig, weil ich in meinem Traum einen Schmetterling sah. Ich flog von einer Blume zur anderen. Aber es mag auch möglich sein, dass dieser Schmetterling einen Traum hat und dass der Schmetterling zu Xuantsu wurde. Wer ist echt (was ist wirklich)? Der Schmetterling denkt auch, dass ich den Traum habe – wer hat den Traum? Wegen dieser Realität bin ich traurig. Vielleicht träumt der Schmetterling. In dessen Traum bin ich hier präsent (in dieser Realität).
Xuantsu sagt: Wenn man „No Mind“ erreicht, wenn sich dieses „No Mind“ vollzieht, wenn man seinen Gedanken keinen Bewegungsimpuls gibt, wenn man mit seinen Gedanken nicht kooperiert, wenn das Denken aufhört, wenn das Denken stoppt, dann sind eindeutig Träume beendet.
Wenn die Träume aufhören, dann (beginnt) Yoga. (rezitiert Patanjali-Vers, Sanskrit): Patanjali sagt, das Loslösen von Verstand ist Yoga. Und das ist die Definition.
Was ist Yoga? Die Aktivität Ihres Verstandes zu stoppen. Wenn Sie Ihre Aktivität beenden, dann werden Sie Erfahrungen in einer anderen Dimension (Reichweite) machen. Sie werden eine andere Dimension erfahren – und das ist die Wirklichkeit, das ist die Wahrheit. Und Sie können sehen, was Wahrheit ist. Ich glaube, das ist jetzt genug für Sie.
Fragen & Antworten:
Frage: Wodurch unterscheidet sich Meditation von Yoga?
Ja, ich habe verstanden. Dieser Mann fragt, was ist der Unterschied zwischen Meditation und Yoga. Das ist jetzt eine sehr wichtige Frage. Ich sagte Ihnen, dass ich dieses Thema ausgewählt habe. Ich möchte beschreiben, was Yoga ist. Er geht davon aus, dass Yoga einfach eine bestimmte Übung ist, in einer bestimmten Körperhaltung zu sitzen, und Meditation bedeutet, die Augen zu schließen und in einer (stillen) Ecke Ihres Hauses zu sitzen. Das ist weder Meditation noch Yoga. Weil Sie erschaffen sind aufgrund Ihres eigenen Bewusstseins ( Geistes / Verstandes). Aufgrund Ihres eigenen Geistes sind Sie hier auf diesem Planeten. Sie (selbst) haben diesen Weg gewählt, Sie haben dieses Land gewählt, Sie haben Ihr Leben gewählt, ganz Ihrem eigenen Geist gemäß. Und jetzt ist die Frage: Was ist Meditation?
Meditation heißt, dass Sie in Ihren Aktivitäten gewahr sind, wenn Sie in Ihren Tätigkeiten gewahr sind, schafft dieses Gewahrsein Meditation.
Es gibt zwei Wege:
Der eine Weg ist der des Kriegers.
Der andere Weg ist der des Bramanen (geistlichen Menschen). In indischer Philosophie gibt es zwei Wege, mit anderen Worten kann ich es so beschreiben:
Die eine Person ist extrovertiert, die andere introvertiert. Extrovertiert bedeutet – derjenige, dessen Aktivitäten sich nach außen richten, wird extrovertiert genannt. Ein Hundert Prozent extrovertiert gibt es auf der ganzen Erde nicht (lebt niemals auf der Erde). Ein Hundert Prozent introvertiert gibt es auf der ganzen Erde nicht (lebt niemals auf der Erde). Jeder Mensch ist zwischen diesen beiden extremen Polen, zwischen extrovertiert und introvertiert. Eine Person ist zu 60% introvertiert und zu 40% extrovertiert, eine (andere) Person ist zu 70% extrovertiert und zu 30% introvertiert, jedes Individuum hat ein bestimmtes Mengen-Verhältnis von extrovertiert und introvertiert sein. Da gibt es jetzt zwei Wege:
Diejenige Person, die eher introvertiert ist, geht in Richtung Meditation. Er wird sich auf die Suche nach seinem Geist / Verstand machen.
Diejenige Person, die introvertiert ist, wird die Meditation suchen. Und die Person, die extrovertiert ist, deren Aktivitäten sich nach außen richten, all das Denken daran, etwas zu tun, all das Denken daran, den Wettkampf zu gewinnen, diese Person entspricht Yoga. Das eine ist eine Yoga-Persönlichkeit, und dies ist eine Meditations-Persönlichkeit.
Wie lässt sich das jetzt herausfinden? Das ist sehr schwierig. Aber ich kann Ihnen eine Übung geben – dass Sie, sobald Sie morgens früh aufstehen, Sie alles, in jeder Stunde aufschreiben, was in Ihrem Verstand vor sich geht. Wenn Sie irgendetwas träumen, schreiben Sie diesen Traum auf. Was geht in Ihnen vor (welches sind Ihre Aktivitäten) innerhalb von 24 Stunden? Wenn diese Aktivitäten möglicherweise mehr als 50% extrovertierte Aktivitäten sind, dann wählen Sie den Weg des Yoga. Wenn diese Aktivitäten mehr als 50% in Richtung introvertiert gehen, dann wählen Sie den Weg der Meditation. So gibt es zwei mögliche Wege, zwei Arten von Menschen. Überall auf der Welt ist die erste Persönlichkeit die der Meditation, die zweite die des Yoga. Sie können Yoga wählen, entsprechend Ihrer eigenen Besonderheit, Sie können Meditation wählen, entsprechend Ihrer eigenen Besonderheit. Aber Sie müssen selbst herausfinden, welcher Typ Sie sind.
Frage: Dann ist ja die Frage, wie Yoga definiert ist; also es gibt ja Hatha-Yoga, es gibt Raya-Yoga. Ist es einfach der Geist des Yogas? Also ich schätze mal, es ist der Geist des Yogas gemeint und nicht eine bestimmte Art, Yoga zu praktizieren.....
Das ist eine sehr weitreichende Frage, Hatha-Yoga und Kriya-Yoga und Prana-Yoga, aber ich möchte es ein wenig beschreiben. Yoga sagt: Geist und Körper – sie sind nicht zweierlei Verschiedenes. Zu Beginn dieses Jahrhunderts dachten Wissenschaftler, die Medizin, Ärzte, dass Geist und Körper zwei verschiedene Dinge seien. Der Körper ist wichtig und der Geist ist unwichtig. So denken sie. Der Körper steht an erster Stelle und der Geist / Verstand ist der Schatten. Der Verstand ist ein Nebenprodukt des Körpers. Wenn man im Körper etwas chemisch verändert, dann hat das keine Bedeutung für den Geist /Verstand. (Nur) Der Körper ist wichtig. Deshalb begannen sie nach andersartiger Medikation für den Körper zu forschen. Aber (nur) ganz allmählich. Sie wissen darum, dass der Geist / Verstand ebenso wichtig ist. Sie entdeckten Antibiotika, sie entdeckten Schwefel, sie entdeckten viele, viele Medikationen, aber die Krankheit des Körpers nahm immer schneller zu. Wenn Sie die Zeitungen lesen, als dies .....herausgefunden wurde, wenn Sie die Zeitungen lesen, wurde es zu der Zeit so beschrieben: “Jetzt, wo wir das alles herausgefunden haben, jetzt wird niemand auf der Welt mehr krank werden. Diese Krankheit ist vorbei (besiegt).”
Aber drei Monate später, als sie diese Sache beschrieben, drei Monate später war alles vorbei. Neue Krankheiten kamen. Neue Arten von Erkrankungen kamen. Sie entdeckten etwas anderes (neue Medikamente). Meine Frage (Aussage) lautet daher so: Der Geist / Verstand ist ebenso wichtig. Wenn Sie in Ihrem Körper etwas chemisch verändern, dann wird das eine Auswirkung auf den Geist haben. Und wenn Sie in Ihrem Geist / Verstand etwas verändern, dann wird das eine Auswirkung auf den Körper haben. Das ist meine persönliche Erfahrung, davon möchte ich Ihnen berichten.
Vor einiger Zeit experimentierte ich darüber, inwiefern der Geist / Verstand wichtig ist. Ich hypnotisierte ein Mädchen, und ich gab ihr während der Hypnose eine Suggestion: „ Jetzt lege ich eine brennende Kohle in deine Hand.“ Und ganz plötzlich warf dieses Mädchen diese Kohle von sich, aber es war keine Kohle, sondern eine Münze. Beim zweiten Mal gab ich die Suggestion, „Jetzt kannst du deine Hand nicht bewegen, und ich werde eine brennende Kohle in deine Hand legen und deine Hand wird verbrannt werden, und es wird ein(e Wunde ?) geben.“ Und ich legte noch einmal die Münze in die Hand, und das war erstaunlich. Als ich die Münze hineinlegte – weil meine Suggestion lautete, du kannst deine Hand nicht bewegen – konnte sie ihre Hand nicht bewegen. Ihre Hand war verbrannt. Ihre Hand war nicht (wirklich) verbrannt, sie hatte eine große Wunde in ihrem Bein, in ihrer Hand. Als ich dieses Mädchen aufweckte, gab es hier eine Wunde. Dann gab ich für acht Tage die Suggestion, dass diese Wunde weggehen wird. Und nach acht Tagen war diese Wunde trocken, und die Hand war normal.
Jetzt möchte ich Ihnen diese Wahrheit sagen: Das, was in Ihrem Geist / Verstand geschieht, das momentane Geschehen wird sich in Ihrem Körper vollziehen. Der Geist / Verstand ist ebenso wichtig. Deshalb hat die Wissenschaft begonnen, Erkrankungen als „psychosomatisch“ zu bezeichnen. Wenn sie (etwas) nicht verstehen (diagnostizieren können), dann sagen sie „Das ist eine psychosomatische Erkrankung, weil wir alles versucht haben, wir haben diese und jene Medikation verabreicht.“ Und dann begannen sie zu sagen: „Dies ist eine psychosomatische Erkrankung.“ Geist und Körper, der Körper ist auch wichtig. Und der Geist /Verstand ist ein subtiler (allerfeinster) Teil des Körpers. Den Geist /Verstand kann man nicht sehen. Aber es gibt Auswirkungen dieses Geistes /Verstandes auf Ihren Körper.
Ich kann Ihnen ein Fülle von Beispielen geben, aber ich möchte diese Sache erklären. Geist und Körper sind nicht zwei – sie sind eins. Wenn da eins ist, sind da nicht zwei. Dann gibt es bestimmte Arten von Übungen. Yoga – Yoga heißt, wenn Sie jeden Tag für lange Zeit in einer bestimmten Haltung sitzen, dann wird Ihr Körper ganz, ganz langsam Ihrem Geist eine Botschaft geben, und Ihr Geist wird stillstehen. Das ist Yoga, Hatha-Yoga. Wenn Sie zehn Tage lang in einer (ruhigen) Ecke sitzen und Ihr Körper ganz, ganz langsam Ihrem Geist eine Botschaft übermittelt, dann wird der Geist (genau)so sein. Deshalb Hatha-Yoga - Ihren Geist mit “Hath’“ zu fangen. „Hath’“ bedeutet mit der vollen Geschwindigkeit Ihres Geistes. Daher ist dieses Yoga bekannt als Hatha-Yoga. Ich habe in meinem Land einen Mann getroffen, und er war Hatha-Yogi. Er begann, seine Hand so anzuheben und zwölf Jahre lang war seine Hand (unverändert) so – und das war in Ordnung (war ganz stimmig). Aber in seiner Handfläche war ein Vogel, und der hatte ein Junges. Das war in Ordnung (war ganz stimmig). Das ist Hatha-Yoga.
Man kann bestimmte Übungen mit seinem Geist machen, um mit der Herrschaft des Geistes den Geist zu kontrollieren. Durch den Körper kann man den Geist kontrollieren, das kennt man als Hatha-Yoga. Lord Krishna sagt (noch) andere Dinge: „Kriya-Yoga“. Heute hörte ich, dass jemand mir die Frage stellte, ob dieses Kriya-Yoga durch die Autobiografie des Yogi Yogananda übermittelt wurde. Er war der erste, der erklärt hat, was Kriya-Yoga ist. Aber ich möchte Ihnen die Wahrheit sagen, das stimmt nicht. Dieses Kriya-Yoga wird schon in der Bhagavat-Gita beschrieben. Dieses Kriya-Yoga in der Bhagavat-Gita, dort sagt Krishna: „Oh, lieben Ajun, Dies Kriya-Yoga habe ich diesem Sohn erklärt, und dieser Sohn (hat es weiter vermittelt) an Ixuacu. Und auf diese Art von Tradition (Überlieferung) kam das Kriya-Yoga auf die Erde. Dieses Kriya-Yoga ist keine neue Technik, dieses Kriya-Yoga wird bereits in der Bhagavat-Gita beschrieben. Dieses Kriya-Yoga – eine bestimmte Art von „Kriya“ zu machen, und Ihr Gewahrsein ist da und dieses Gewahrsein wird ein Yoga schaffen. Dieses Gewahrsein wird Ihren Geist zum Stillstehen bringen, dieses Gewahrsein wird Ihren Geist (die Aktivität des Geistes) beenden, und das ist „Kriya“. So hat sie (die Fragestellerin) eine sehr umfassende Frage in einer Frage gestellt. Hatha-Yoga, Kriya-Yoga und einige andere Arten von Yoga. Wenn ich sie alle eine nach der anderen beschreibe, dann wird das ein sehr, sehr langer Vortrag werden. So möchte ich, dass Sie es so herausfinden. Ich glaube, dass Sie es auf diese Art verstehen.
Copyright: Guruji Mohan, Abhimanyu Dhyan Yog Kendra, Nandeshwar Dham, P.O.Box No. 118, Udaipur (Raj.) 313 031, India
Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von: Gunda Drews.