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Vortrag Guruji Mohan in Düsseldorf am 14. Juni 2000

Eben, bevor der Vortrag beginnen sollte, saß ich unten und überlegte, worüber ich heute sprechen sollte. Dann erinnerte ich mich an ein Erlebnis, das ich mit 20 Jahren hatte.

Meine Mutter gab mir eine Zwiebel, die ich schälen sollte. Wir waren zu Hause acht Brüder und Schwestern. Wir lebten eng zusammen. Meine Mutter war alleine in der Küche und es war ganz natürlich, ihr bei der Arbeit zu helfen. Sie hatte mir nun also diese Zwiebel zum Pellen gegeben. Ich nahm sie, sah sie mir an und sie bescherte mir das vielleicht glücklichste Erlebnis, um über Philosophie und über das Leben nachzudenken.

Jeder von Euch kennt Zwiebeln. Ich nahm sie, nahm ein Messer und pellte die erste Lage ab. Danach die nächste Schicht und wieder die nächste. Immer mehr Schichten verschwanden von der Zwiebel bis die ganze Zwiebel verschwunden war. Ich fragte meine Mutter: "Wo ist jetzt die Zwiebel, da sind ja nur Schichten?" Meine Mutter sagte: "Die Zwiebel ist wie Dein Geist". Das war der erste Schock in meinem Leben.

Ich ging hinaus. Durch unser Dorf floss ein schöner Fluss. Ich ging zum Fluss, schloss die Augen und dachte über das nach, was meine Mutter mir gesagt hatte: "Dein Geist ist wie eine Zwiebel". Und dies ist die Wahrheit eines jeden Menschen. Ich pellte also meinen Geist. Einen Gedanken nach dem anderen. Ich war geschockt, zu beobachten, dass da nichts war, was das Selbst war. Ich konnte mich nicht finden. Die Erfahrung mit der Zwiebel gab meinem Leben eine ganz neue Bedeutung.

Ich möchte ein Beispiel aus der Physik erwähnen, das mit dieser Erfahrung in Übereinstimmung ist. In der Physik gibt es zwei wichtige Aspekte:

  1. Materie
  2. Energie

Diese Erkenntnisse sind alt. Sie sind nichts Neues. Man kann Materie berühren, fühlen oder sehen. Energie ist nicht materiell. Man kann sie fühlen, aber nicht wie die Materie berühren oder sehen. Es sind also zwei unterschiedliche Aspekte. Die moderne Physik sagt: Materie = Energie und Energie = Materie. Dies fanden nicht die religiösen Lehrer sondern die Physiker heraus. Materie = Energie, Energie = Materie. Ich möchte Euch die Wahrheit sagen. Es gibt keine Substanz. Wenn Ihr einen Fels seht, sagt die Physik, es gibt gar keinen Felsen. Wenn Ihr einen Menschen seht, sagt sie, es gibt gar keinen Menschen, keine Substanz. Was ist es also?

Energielinien kreuzen sich in bestimmten Richtungen, so dass man etwas sieht. Wie bei Linien, die man auf ein Blatt Papier malt und irgendwo einen Punkt durch die überkreuzenden Linien entsteht. Ich frage Euch: Ist dieser Punkt wahr oder nicht? Ist der Fels wahr oder nicht? Beides sind nichts als sich überkreuzende Linien, also Illusion. Da gibt es nichts. Niemanden. In Wirklichkeit ist niemand hier. Nur die sich überkreuzenden Linien. Also sind nur sie wichtig. Nicht die Materie.

Ich fand mich selbst als Leere. Wenn Ihr etwas seid, braucht Ihr Unterstützung. Wenn Ihr nichts seid, braucht Ihr auch keine Unterstützung.

Dies war also nun meine Behauptung. Ich will sie nun auch beweisen, denn ich bin ein Mann der Beweise. Ich las das Buch von Buddha und fand dort eine gute Geschichte. Buddha lebte einige tausend Jahre vor unserer Zeit, aber er fand bereits dieselbe Wahrheit heraus, die heute selbst die Professoren der Physik lehren. Buddha sagte: Es gibt keine Seele. Es gibt kein höheres Selbst, keinen Menschen. Es gibt nur Leere. Und aus den Erkenntnissen des Buddha wurde eine Religion.

Vor mehr als 2000 Jahren eroberte Alexander der Große Indien. Er kam aus Griechenland. In Indien gab es dann zwei Arten von Denkansätzen. Einmal den griechischen und zum anderen den indischen. Der griechische Denkansatz war argumentativ, wissenschaftlich orientiert und fragte nach Beweisen. Der indische Denkansatz beruhte auf dem Herzen, der Leere. Hier zählte nur eines, nämlich das eigene Herz. Aber nun zurück zu meiner Geschichte.

Alexander der Große kam nach Indien. In Indien lebte zu dieser Zeit ein Mönch namens Nagsen. Alexander hörte verschiedene Gerüchte über Nagsen, z.B. dass er ein besonderer und guter Mann sei. Aber es gab auch Gerüchte, dass er ein schlechter Mann sei und dass er lächerliche Dinge von sich gab. Alexander was neugierig geworden und wollte diesen Mann persönlich kennenlernen und seine Lehren hören. Er sandte einen Brief per Boten an ihn und lud ihn zu sich ein. Nagsen stand unter einem Baum, als der Bote kam und antwortete ihm mit mystischen Worten. Diese kamen aus seinem Herzen. Er gab dem Boten den Auftrag folgende Worte an seinen König zu überbringen: "Sag dem König, Nagsen wird kommen, aber da ist kein Nagsen mehr, ein Auge, nichts". Der Bote gab die Antwort an den König, und dieser hielt es für eine mystische Sache. Er konnte sich die Antwort nicht erklären. "Ich komme, aber da ist kein Nagsen mehr, kein Auge..." Dies war nun also ein direktes Aufeinandertreffen des griechischen Denkens auf das indische Denken. Die Frage war, wer würde gewinnen?

Zur verabredeten Zeit kam Nagsen an die Tür des Palastes. Der König wartete bereits mit seiner Armee. Er wollte beweisen, dass Nagsen doch da ist. Wie könnte er denn sagen, er sei nicht da? Alexander nahm die Hand von Nagsen und fragte: "Du bist Nagsen?" Nagsen antwortete: "Ich weiß, dass Du einen griechischen Geist hast und ich habe einen indischen Geist. Ich werde Dir beweisen, dass es keinen Geist mehr gibt." Darauf nahm er eine Ochsenkarre und sagte: "Dies ist ein Ochsenkarren. Ich bin mit ihm hierher gekommen." Dann spannte er die Ochsen aus und fragte Alexander: "Ist dies ein Ochsenkarren?" Alexander antwortete: "Die Ochsen sind weg. Es ist nur noch eine Karre." Dann nahm Nagsen die Räder ab und fragte wieder: "Ist dies eine Ochsenkarre?" Alexander antwortete: "Es sind nur Räder." Nagsen fragte: "Wo ist nun also die Ochsenkarre?" Alexander erkannte, dass keine Ochsenkarre mehr da war.

Die Erkenntnis aus dem Gespräch zwischen dem König und Nagsen war, dass es keine Karre mehr gab. Sie war nur eine Kombination aus verschiedenen Einzelteilen gewesen. Was passiert nun, wenn diese Kombination entfernt wird? Denkt selber nach! Was ist ein Auge? Es ist eine Kombination. Es ist wie mit der Zwiebel, wenn ihr die Einzelteile entfernt, bleibt nichts als Leere. Jeder hat Angst davor, in die Leere zu gehen. Denn Leere = Wahrheit = Energie. Buddha fand diese Wahrheit heraus und ich habe sie auch gefunden.

Die Sache mit der Zwiebel meiner Mutter ist sehr einfach. Ich fand heraus, dass es keinen Mann, keine Frau, keine Materie gibt, sondern nur Nichts. Wenn es nur Nichts gibt, wer ist dann traurig, wer leidet, wer bettelt...? Ist es nicht alles Unsinn? Ihr seid bloß Energielinien, Illusion. Wegen Illusion erschafftet Ihr Euch Eure eigenen Energien, Eure Augen, Gott, falsche Religionen, falsche Lehrer. Und diese lehren falsche Schüler.

Ich stelle Euch die Frage: "Wenn alles Leere ist, wer ist dann traurig? Wer ist reich? Wer ist Guru?" Alexander erkannte schon, dass keine Karre da ist. Es war nur eine Kombination von sich überkreuzenden Linien. Genauso wie ein Mann, eine Frau. Es sieht nur so aus, als wäre ein Mensch da. Aber es ist nicht wahr. Es ist eine Illusion. Auch dass Ihr hier sitzt ist Illusion. Die Energielinien erschaffen Halluzinationen, und diese sind die Hauptursache für Probleme, für Sorgen.

Ich beweise mein Statement auch noch anhand der Bhagavad Gita, in der Lord Krishna zu Arjuna spricht. Kurz vor der Schlacht stehen sich zwei Armeen, beide bereit zum Kampf, gegenüber. Schon mit gespanntem Bogen, den Pfeil bereit, hält Arjuna inne. Krishna fragt ihn. was los sei und Arjuna antwortet: "Diese Leute, die mit mir kämpfen wollen sind meine Onkel, Brüder, Verwandte. Es ist schwer für mich gegen sie zu kämpfen. Besser ich gehe weg und werde Bettler, anstatt zu töten." Dieses steht im zweiten Kapitel der Bhagavad Gita. Krishna lachte und sagte: "Du denkst, da ist Materie? Du denkst, Du wirst sie töten? Du bist ein Krieger. Sieh in den Spiegel. Du kannst gar nicht töten, weil es niemanden gibt. Es ist alles nur Illusion. Es sind überkreuzende Linien."

Sucht also selbst in Eurem Geist. Denkt über das nach, was ich Euch erzählt habe. Wenn Ihr wahrhaft religiös sein wollt, findet die Wahrheit heraus. Wenn Ihr allerdings einer Sekte anhängen wollt, ist es etwas anderes. Ich bin frei. Ich gebe freie Ratschläge. Viele Menschen kommen mit Problemen zu mir. Ich weiß allerdings, dass es keine Probleme gibt. Ihr könntet genauso gut Gott erfinden wie Probleme. Ich bin frei von diesen Dingen. Der Geist erfindet Dinge. Wenn Ihr Euren Geist pellt, werdet Ihr selbst die Wahrheit finden.

Wie ich schon sagte, falsche Dinge brauchen Unterstützung. Wenn nichts da ist, braucht es auch keine Unterstützung. Welchen Sinn hat es, Leere zu unterstützen? Was soll es, einen Gott zu erfinden? Was soll es, ein Selbst zu erfinden? Dieses ist die Ursache für alle Probleme!

Ich arbeite seit 20 Jahren mit dem Geist. Ich habe Hunderttausende von Gesichtern, Ichs, Geiste gesehen. Meine Schlussfolgerung aus all diesen Studien ist: Es gibt nur ein Problem, eine Sorge, einen Schmerz, ein Leiden - und das ist eurer Geist. Er ist wie eine Zwiebel. Ihr erfindet neue Dinge. Sie sind wie neue Zwiebelschichten. Wenn Ihr frei sein wollt, entfernt die Lagen und Ihr versteht genau, dass es nichts gibt außer Leere in der Welt.

Ich glaube, jetzt habt Ihr genug, das Ihr erst einmal verdauen müsst. Sonst gibt es in Eurem Kopf Verdauungsstörungen. Ihr könnt nun Fragen stellen.

Frage: Wenn alles Leere ist, wie kann dann in der Mathematik x°=1 ergeben?

Guruji Mohan: Auch die Mathematik ist eine falsche Sache. Wir können zwar von 1 bis 100 zählen, aber die Frage ist, woher kommt die Eins? Wieso heißt sie nicht Zwei? Wir nehmen nur an, dass es Eins, Zwei etc. gibt. Eine Annahme kann aber nicht die Wahrheit sein. Wenn diese Schlussfolgerung stimmt, muss die Zahl falsch sein. Wahrheit ist etwas anderes. Ich habe von Bertrand Russel das Buch "Einführung in die Mathematik" gelesen. Russell sagt, dass das meiste in der Mathematik nur auf Annahmen beruht. Und auf Basis von Annahmen wurde eine falsche, materielle Gesellschaft begründet. Ich akzeptiere nie Annahmen. Ich akzeptiere nur Tatsachen.

In Indien gibt es ein altes Buch "Lilavati", auf dem die mathematische Wissenschaft beruht. Die Inder haben zuerst die Zahlen erfunden. Und alle Zahlen sind Annahmen. Wenn man dies versteht, ist kein x° da, keine "1" ist da. Da ist nur Leere. Wie kann es das "1", "2", "3" geben?

Um es noch klarer zu machen, Bertrand Russel war Professor an der Universität in Oxford. Er bekam einen Nobelpreis. Aber er bekam ihn nicht für Mathematik. Er bekam ihn in Philosophie. Er schrieb zwar mathematische Abhandlungen über Annahmen. Aber diese Annahmen bereiteten ihm Probleme. Er schrieb also auch ein Buch über Philosophie, Abhandlungen über Mathematik, Wirtschaft, Wissenschaften. Philosophie ist anders. In Indien heißt Philosophie Darshana (Schau, Ansicht, Anschauung, auch philosophisches System). Russell war ein westlicher Philosoph. Mathematik ist eine Illusion und die Illusion ist die Hauptursache des Geistes.

Frage: Wie kann man die Illusion überwinden?

Guruji Mohan: Ich möchte sagen, dies ist die erste wichtige Frage. 99% der Menschen wissen bis zu ihrem Tod nicht, dass sie einen Geist haben. Sie sterben, ohne diese Wahrheit herauszufinden. Ihr solltet als erstes fragen, ob Ihr einen Geist habt. Ich sagte am Anfang, Ihr seid gar nicht da. Wenn wir unseren Geist suchen, werden zuerst viele Gedanken auftauchen und kein Geist ist zu finden. Der Geist ist eine Aktivität. Vergleichbar mit dem Gehen. Wenn man in einem Stuhl sitzt, ist kein Gehen mehr da. Wenn man lacht, und dann aufhört, ist kein Lachen mehr da. Das Denken ist auch eine Aktivität, das "Geistigsein". Wenn man die Aktivität des Denkens stoppt, ist da nur noch Leere, Frieden. So wie man das Gehen, das Lachen stoppen kann, kann man das Denken stoppen.

Ich kann also klären, ob ich einen Geist habe oder ob ich ohne Geist sterben will. Viele Menschen leben nur wie Tiere. Sie kennen sich selbst nicht. Deswegen ist die erste Aufgabe, sich den Geist und die eigenen Gedanken bewusst zu machen. Dann erkennt man, dass die Gedanken einer nach dem anderen auftauchen, wie Wolken. Sie sind wie Gäste. Sie kommen und gehen und Ihr seid der Gastgeber. Und die Gäste besetzen den Gastgeber. Wenn Ihr Euch mit den Gedanken identifiziert, beginnen die Probleme. Aber es gibt eine Lücke zwischen den Gedanken. Dort ist nur Leere. Dies ist sehr einfach.

Frage: Wenn ich mich auf diesen Prozess einlasse, wie kann ich dann noch in diesem Kulturkreis leben, der doch auf den falschen Prinzipien basiert?

Guruji Mohan: Ich selbst trage auch Kleidung. Habe eine Brille. Bin mit dem Flugzeug hierher gekommen. Die Hauptursache ist überall dieselbe. Im Sanskrit gibt es ein Wort "Maya". Es bedeutet Illusion. Ihr versteht nicht. Ihr akzeptiert nur. Genauso wie Ihr "Om namaya shivaya" sagt. Ohne Verständnis von Illusion kann man dies nicht sagen.

Man kann auch in der Gesellschaft leben, genauso wie Krishna in einer Schlacht sein konnte. Ich empfehle Euch: Seid Wachsam wie ein Karmayogi. Macht die Dinge, die Ihr tut besser auf eine exzellente Weise.

Ich schicke euch nirgendwo hin. Behaltet erst Euren Geist und findet erst einmal heraus, was der Geist ist. Seht aufmerksam Eure Gedanken und erlaubt ihnen nicht, Euch zu besetzen. Sie sind nur Gäste. Es hängt von Euch ab, ob Ihr ihnen erlaubt, über Euch zu bestimmen. Und wenn Ihr ein Problem habt, dann kommt zu mir.

Auch in der westlichen Gesellschaft ist es möglich, was ich lebe auch zu leben. Hier gibt es mehr Leid und mehr Schmerzen, weil es hier mehr Illusionen gibt und diese erzeugen Leid. Die Gedanken sind wichtig. Welche Gedanken kommen in den Geist? Wenn sie uns besetzen, ist dies eine schlimme Situation. Wenn Ihr es nicht akzeptiert, und die nicht hereinlasst, die klopfen, dann werdet Ihr Herr im eigenen Haus sein.

Frage: Wie kann man sich von Emotionen befreien?

Guruji Mohan: Emotionen sind die wichtigsten Gedanken, die den Körper besetzen. Wenn Gefühle wie Liebe, Hass, Eifersucht den Geist besetzen, dann reagiert der Körper analog zu den Gefühlen. Als Beispiel: Wenn man einen Fehlschlag in der Liebe erlebt, fühlt man Traurigkeit. Dann sendet der Körper eine Nachricht an die Augen. Es kommen Tränen. So funktioniert dieses System. Wenn Ihr Emotionen abschneidet, Ihnen nicht erlaubt Euch zu beherrschen, könnt Ihr dieses System überwinden.

Frage: ...

Guruji Mohan: Ich möchte jetzt keine Fragen mehr beantworten. Habt Ihr kein Mitleid mit mir? Seit 10:00 Uhr heute morgen bin ich jetzt hier. Jetzt ist es 21:00 Uhr abends.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Neurotisch und Verrücktheit?

Guruji Mohan: Beispiel: Der blaue Himmel ist ohne Wolken klar zu sehen. Falls Wolken da sind, kann man noch ein Stück Himmel sehen, wenn nicht alles bedeckt ist. Ist der ganze Himmel bedeckt, herrscht Dunkelheit. Man kann den blauen Himmel nicht mehr sehen. So kann auch der Geist bedeckt sein von Wolken. Das nennt man dann Schizophrenie. Solcherart kranke Menschen gehen nie zu Bett. Sie haben Depressionen. Sie sitzen in der Ecke, sind aggressiv...

Sobald in Ihrem Geist Wolken sind, können Sie den blauen Himmel nicht mehr klar sehen. Entfernt man nun diese Wolken, ist der blaue Himmel wieder zu sehen. Dann ist da die Leere des Buddha, oder Shunyata (Leere), Erleuchtung. Es gibt dann keine Wolken mehr. Es herrscht Chitakash (klarer Himmel).

Frage: Wie kann man auf eine höhere Weise transformieren? Durch Liebe?

Guruji Mohan: Ich denke anders als andere Menschen. Ihr kennt die Erfahrung: Wenn man mit seinem Geliebten zusammen ist und redet entstehen Probleme. Wenn Ihr nur so mit ihm dasitzt, entsteht Leere. Wenn keine Worte da sind, entsteht eine besondere Art von Energie.

Zwei Körper sitzen da. Aber sie verschmelzen. Sie lösen sich auf. Liebe ist Gott. Wenn Ihr verschmelzt, gibt es kein Selbst mehr, kein Auge, keine andere Person. Dann ist Liebe da. Es ist definitiv nichts mehr da als Energie. Nichts als Wahrheit.

Vielen Dank.

Copyright: Guruji Mohan, Abhimanyu Dhyan Yog Kendra, Nandeshwar Dham, P.O.Box No. 118, Udaipur (Raj.) 313 031, India

Übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von: Gisela Maria Vöcking.